Die Fenaco geht laut dem Verband Schweizerischer Trocknungsbetriebe (VSTB) von einer um 40 Prozent reduzierten Erntemenge beim Mais aus. «Aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse sind sämtliche Futterprodukte im Moment schwierig und teuer zu erhalten», teilt der Verband mit. Zahlreiche Berichte von Landwirt(innen) bestätigen dies: Raufutter wird gerade händeringend gesucht. Die Felder sehen vielerorts nicht gut aus, stellt der VSTB fest. Die Ernte werde knapp ausfallen und die Nachfrage gross sein.
Mehrheitlich Richtpreise auf Vorjahresniveau
Im Weiteren heisst es von Seiten VSTB jedoch, die Richtpreise der Gras- und Luzerneprodukte blieben gegenüber dem Vorjahr sämtlich gleich. Dasselbe gilt für diese Ware in Bio-Qualität. Maiskolbenschrotpellets lose und CCM-Pellets lose bleiben ebenfalls auf dem Vorjahrespreis, man rechne aber mit einer minimalen Produktion
Hingegen steigt der Richtpreis für Vollpflanzenmaispellets lose um 1 Franken (bio und konventionell).
Rat: Sich frühzeitig eindecken
Die Richtpreise haben Vertreter des VSTB, des Schweizerischen Raufutterverbands, Bio Suisse und des Handels gemeinsam festgelegt. Zur Marktlage wird in der Mitteilung festgehalten, nach Aussage der Marktpartner seien die Lager von Trockenfutter aus dem letzten Jahr, konventionell wie bio, leer. «Da die Qualität unterschiedlich ist, wird empfohlen, die Gehalte und Preise bei den Trocknungsbetrieben nachzufragen», so die Empfehlung für den Futterkauf. Ausserdem raten Trocknungsbetriebe und Händler den Landwirten, sich angesichts knapper Ernte und grosser Nachfrage frühzeitig für den eigenen Bedarf einzudecken und so die geplante Fütterung abzusichern, bzw. auch von den Frühbezugskonditionen zu profitieren.
Den guten Ruf schützen
Nach Meinung der Marktpartner sollte auch in diesem Jahr nur Top-Qualität von Gras und Mais veredelt und in den Handel gebracht werden. Das sei unerlässlich, um den Absatz von inländischen Gras- und Maisprodukten auch in Zukunft sicherstellen zu können und den guten Ruf der Schweizer Raufutter- und Trockenfutterproduktion aufrechtzuerhalten.


