Mit «Nice to Save Food» möchte Coop den Food-Waste reduzieren

Lebensmittel, die früher als Tierfutter oder Biogas endeten, kommen neu ins Regal: Coop lanciert mit «Nice to Save Food» eine Marke, die Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie in den Verkauf bringt. Darunter eine Schokolade aus Produktionsresten und Soja-Okara mit hohem Nahrungsfasergehalt.

«Nice to Save Food», heisst die neue Nachhaltigkeits-Eigenmarke, die Coop im Rahmen einer am 28. Februar 2025 durchgeführten Medienkonferenz präsentierte. Vorgestellt wurde die neue Marke von Andrea Kramer, Leiterin Direktion Marketing/Beschaffung sowie von Simone Jones, Leiterin Food Solutions bei der Coop Division «Betty Bossi».

Mit «Nice to Save Food» möchte Coop den Food-Waste reduzieren
Simone Jones (links), Leiterin Food Solutions bei der Coop Division «Betty Bossi» und Andrea Kramer (rechts), Leiterin Direktion Marketing/Beschaffung stellten die neue Eigenmarke von Coop «Nice to save Food» am 28. Februar an einer Medieninformation vor.

Bereits bekannte Produkte neu verpackt

Mit «Nice to save Food» vermarktet Coop in Zukunft Produkte, die als Nebenprodukte in der Lebensmittelherstellung anfallen.

Mit «Nice to Save Food» möchte Coop den Food-Waste reduzieren
2.8 Millionen Tonnen Food Waste fallen jährlich in der Schweiz an, davon 963000 Tonnen in der Verarbeitung. Hier setzt Coop mit seinem Label «Nice to save Food» an.

Unter dem Schirm von «Nice to save Food» findet man einerseits künftig Lebensmittel, die es heute schon im Laden zu kaufen gibt. Dazu gehören etwa Buttermilch und Haferkleie.

Bei diesen Produkten wechselt also die Verpackung, die Idee von Coop dahinter: Der Konsument soll sich bewusst werden, dass er mit seinem Kauf einen Beitrag zur Vermeidung von Food Waste leistet, indem er oder sie ein «klassisches» Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie kauft.

Neue Produkte aus der Lebensmittelherstellung

Andererseits findet man unter «Nice to save Food» auch neue Lebensmittel, die nun statt ins Tierfutter oder in die Biogasanlage, ins Supermarkt-Regal wandern.

Darunter fällt zum Beispiel das Soja-Nebenprodukt Okara. Es entsteht bei der Herstellung von Sojadrinks und Tofu und besteht aus dem Rest der eingeweichten, gekochten, zerkleinerten und abgepressten Sojabohnen – ein Produkt mit 22g Nahrungsfasern pro 100g.

Die neue Fusions-Schokolade

Ein weiteres neues Produkt ist die «Milky&Dark Fusion»-Schokolade. Sie wird aus Nebenprodukten der Schokoladenindustrie hergestellt, die bei einem Produktwechsel auf der Produktionslinie anfielen.

Konkret heisst das, wenn die Coop-Haus-Schoggifabrik Halba auf einer Produktionslinie Milchschokolade produziert und dann im laufenden Betrieb auf dunkle Schokolade wechselte, entsteht eine gewisse Menge an Misch-Schoko-Melange.

Diese Misch-Schoggi wanderte bisher in die Tierfütterung, neu gibt es die 100g-Tafel unter der «Nice to save Food»-Marke in den Supermärkten für 1.20 Franken zu kaufen.

Betty Bossi liefert die Rezepte

«Es geht darum, die Nebenströme besser zu verwenden und die Kreisläufe besser zu schliessen», sagte Andrea Kramer zu den Hauptzielen der neuen Marke «Nice to save Food». Für die Lancierung arbeitet man mit den Fachexperten von «Betty Bossi» zusammen. Sie begleiten die Lancierung der Produktlinie mit entsprechenden Rezeptvorschlägen.

Diesen Frühling erscheint die neue Marke in den Coop-Supermärkten. Vorläufig werde Coop, je nach Produkt, 500 bis 600 Filialen beliefern.

Weiterlesen