Ab November 2026 sieht sich die Aaremilch AG gezwungen, einen Abzug von fünf Rappen auf der Überlieferung der Monatsvertragsmenge zu verrechnen, schreibt die Geschäftsleitung der Aaremilch AG diese Woche in einer Mitteilung an ihre Milchproduzenten(innen). Dieses Signal sei wichtig, damit die Milchviehbetriebe bereits jetzt reagieren und ihre Mengenplanung entsprechend anpassen könnten. Zudem werde man die Mengenentwicklung weiter genau beobachten und entsprechend auch die Einkaufsbedingungen ausrichten.
Die Butterlager sind voll
Hintergrund für diesen Abzug sei, weil die Butterlager in der Schweiz weiterhin höher seien als im Vorjahr. Trotz der hohen Butter-Exporte im Rahmen der C-Milch-Phase von Januar bis Juni 2026. Auch führe man in der Branche wieder Diskussionen betreffend die Wiedereinführung von C-Milch, weil auf nationaler Ebene die Milcheinlieferungen sehr hoch seien. Dies führe dazu, dass bei den Verarbeitungskapazitäten wieder ein Engpass drohe.
Es besteht keine Milchknappheit
Entgegen der weitläufigen Meinung der Basis, bestehe aktuell keine Milchknappheit. So seien von Januar bis September 2026 die Milcheinlieferungen bei der Aaremilch insgesamt 3,2% höher als noch in der gleichen Zeitperiode im 2025. Auch im September 2026 wurden 2,9% mehr eingeliefert als im Vorjahr, heisst es weiter in der Mitteilung. Trotz eines Aufnahmestopps von neuen Milchlieferanten seit Juni 2025.

