Die Datenplattform agridata.ch des Bundes vereinfacht den Datenaustausch in der Schweizer Landwirtschaft. Sie vernetzt Systeme, Behörden, Organisationen und Betriebe miteinander. Die Plattform speichert selbst keine Daten, sondern funktioniert wie eine digitale Autobahn für den sicheren Informationsaustausch. Ziel ist, dass LandwirtInnen ihre Daten künftig nur noch einmal erfassen müssen. Dabei entscheiden die BetriebsleiterInnen selbst, wer welche Daten nutzen darf.
Für die Praxis bedeutet das vor allem weniger Büroarbeit. Mit Zustimmung der BewirtschafterInnen können Betriebsdaten direkt zwischen Anwendungen übertragen werden. Etwa von kantonalen Systemen zu Plattformen wie beispielsweise Bio Suisse. Das spart Zeit, reduziert Fehler und vereinfacht administrative Abläufe.
Ein zentraler Punkt ist die Datenhoheit: Die Betriebe bestimmen selbst, wer auf welche Daten zugreifen darf. Anfragen können über agridata.ch oder per App freigegeben oder abgelehnt werden. So entsteht mehr Transparenz, denn viele LandwirtInnen wissen heute kaum noch, wo ihre Daten gespeichert oder weitergegeben werden.
Die Plattform ist bereits online und erste Anwendungen laufen produktiv. Knospe-Betriebe können ihre AGIS-Daten heute schon direkt ins My-Bio-Suisse-Portal übertragen. Auch Behörden und kantonale Systeme sollen schrittweise eingebunden werden. So sollte künftig Schluss sein mit der Doppelerfassung.

