Rhyla: Wo sich die ganze Familie verirrt und dabei Spass hat

Mit über drei Hektaren Fläche und einer Länge von 2,6 Kilometer weist das Maislabyrinth in Balgach eine eindrückliche Grösse auf. Das bisherige Wetter beunruhigt Ralph Schmid nicht, er setzt auf einen sonnigen Herbst.

Das St. Galler Rheintal ist bekannt für den Maisanbau. In Altstätten, in unmittelbarer Nähe von Balgach, wurde bereits im Jahr 1571 Mais angebaut. Der Mais hat demzufolge bis in die heutige Zeit eine grosse Bedeutung. Insbesondere deswegen, weil hier der Rheintaler Ribelmais, ein traditioneller Speisemais, erhalten blieb.

Hilfe vom GPS

Landwirt Ernst Sonderegger vom Birkenhof in Balgach und Ralph Schmid von Schmidi Event in Berneck beschlossen dieses Jahr, der Bevölkerung während der Sommerzeit mit einem Maislabyrinth einen besonderen Ferienspass zu bieten. Sonderegger stellte dafür eine Fläche von über drei Hektaren zur Verfügung. Das Labyrinth wurde mit einer Maissaat und der Hilfe von GPS zu einem perfekten Irrgarten angelegt. Nun stehen über 300 000 gut gedeihende Maispflanzen auf dem Areal.

Beim Besuch Anfang August war der Organisator Ralph Schmid guter Laune. Endlich wieder ein Sonnentag. Auf die Frage, ob ihm das bisherige Wetter für den Betrieb des Labyrinths einen Strich durch die Rechnung gemacht habe, sagte er lachend: «Nein, eigentlich nicht. Für Opendoor-Anlässe muss man einige Risiken eingehen. Und wir brauchen nicht unbedingt heisse Sonnentage, da gehen nämlich die Leute lieber ins Schwimmbad.»

Trotz allem gute Laune

So betrachtet scheint der Organisator dieses Anlasses zufrieden zu sein. Wenn es nicht regnet, sei das Maislabyrinth immer offen, auch wenn es kühl ist, so Ralph Schmid. Man habe ja noch gut die Hälfte der Betriebszeit vor sich. Offiziell ist das sogenannte RhyLa-Labyrinth bis am 12. September geöffnet, «und wenn es dann noch gutes Wetter ist, können wir bis in den Oktober hinein verlängern». Schmid ist optimistisch, dass es im August und September noch etliche schöne Tage geben wird.

Nun setzt er seine Hoffnung auf diesen Samstag, an dem ein grosses Oldtimer-Traktoren-Treffen mit Mitgliedern des Oldtimer-Traktoren-Clubs statt-finden wird. Solche Anlässe sind nicht nur für Landwirte von grossem Interesse, auch die breite Öffentlichkeit staunt immer wieder, wenn die schön geschmückten Oldtimer gemeinsam aufs Feld fahren.

Ein Besuch im Rheintaler Maislabyrinth ist für interessierte Familien und Kinder aber auch für Gruppen eine willkommene Abwechslung. Kinder und Erwachsen erfahren auf dem Weg durch den über 2,6 km langen Irrgarten einen anregenden Lehrpfad mit insgesamt zehn Tafeln. Die Tafeln informieren über ökologische und landwirtschaftliche Themen. Die Besucher können so vieles über die Landwirtschaft und deren Produkte ermitteln.

Kulinarisches Programm

Wer alle Fragen beantwortet hat, bekommt einen Sofortpreis. Dazu gibt es auch einen Wettbewerb, bei dem ein Goldvreneli zu gewinnen ist.

Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang können sich die Gäste in der Gartenwirtschaft stärken. Es gibt verschiedene Speisen aus der Region: leckere Ribelmais-Chips vom Culinarium-König zum Apéro, Maiskolben, Hirschwurst vom Hof, Schmidis Spezial-Raclette mit Sauce, zum Dessert werden süsse Crêpes oder Hofglace mit einer neuen Kreation mit Nüssen direkt vom Birkenhof angeboten.

Für die Kinder gibt es einen grossen Sandkasten sowie Geräte für Spielmöglichkeiten. Das Rheintaler Maislabyrinth bietet somit unvergessliche Erlebnisse für alle Besucher.

Das Maislabyrinth ist bis mindestens am 12. September geöffnet. Weitere Informationen: www.rhyla.ch

Vielfältiges Angebot

Vor vier Jahren startete Ernst Sonderegger auf dem Birkenhof in Balgach ein neues Projekt. Auf fünf Hektaren Wiesland wurde eine Nussbaumplantage mit insgesamt 460 Bäumen angelegt. Auf diesem Gelände, das in verschiedene Sektoren aufgeteilt ist, weiden 160 Damhirsche. Dazu kommen 80 Galtsauen, die auf dem Hof leben. Auf über 14 Hektaren wird zudem Ribelmais, Kartoffeln, Karotten, Bohnen sowie Rosenkohl angebaut.