Ich bin im zweiten Lehrjahr als Landwirt bei Familie Roth im Thurgau. Am Montag bei prächtigem Sonnenschein fiel der Startschuss für den zweiten Silageschnitt. Am Morgen habe ich die Wiesen mit Frontmäher und Knicker gemäht. Im späteren Nachmittag hat der Lohnunternehmer das angewelkte Gras zu Siloballen gepresst. In diesem Jahr war das Konservieren der Grünflächen durch das wechselhafte Wetter schwierig. Da wir die Kühe mit Silage füttern, konnten wir die kurzen Schönwetterperioden optimal ausnutzen und das Gras im optimalen Stadium mähen. Es ist eine hervorragende Milchleistung zu erwarten.
Am darauffolgenden Tag setzte leichter Nieselregen ein. Ich nutzte die Gelegenheit, um die geernteten Flächen zu güllen. Die Rindergülle mischen wir mit Schweinegülle, da das P:K-Verhältnis besser zum Bedarf der Pflanzen passt. Auf dem Lehrbetrieb setzt man schon seit geraumer Zeit auf ein Schleppschlauch-Güllefass. Ich bin von dieser bodennahen Ausbringtechnik voll überzeugt. Sie ermöglicht das verlustarme Ausbringen der Gülle. Die Geruchsemissionen nehmen deutlich ab. Und die ausgebrachte Gülle ist kaum sichtbar. Ich war den ganzen Tag mit dem Ausbringen der Gülle beschäftigt. Dies ist eine meiner Lieblingstätigkeiten. Mich fasziniert dabei das Arbeiten mit der grossen Landtechnik. Kurz vor 16 Uhr fuhr ich routiniert rückwärts in die Remise, denn meine Ladys im Stall warteten schon sehnsüchtig auf mich.
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