Kurz & bündig
- Drei Bauprojekte (Remise, Stall mit Biogasanlage, Wohnhäuser) beschäftigen Familie Duperrex. - Bei allen Projekten gibt es Verzögerungen, bei den Wohnhäusern steht die Bewilligung noch aus. - Da der Betrieb vielseitig und erfolgreich ist, sind die Verzögerungen erträglich.
Der Bagger steht auf dem Betonboden, das Gebäude ist weg: Wo einst ein Schweinestall stand, entsteht die Remise für den Maschinenpark der Stöckweid. «Das wird eine tolle Sache», sagt Serge Duperrex. Er führt den Betrieb Stöckweid im zürcherischen Knonau: Bis zur Übernahme gemeinsam mit Vater Jean-Jacques, nun als alleiniger Chef. Die Remise ist von den drei Bauprojekten auf der Stöckweid am weitesten fortgeschritten.
Dieser Bau erfolgt später, als es sich Familie Duperrex vorgestellt hat: Der Baustart hat sich wegen der Übernahme verzögert. Diese sollte per Anfang 2023 erfolgen. Doch die Auflösung der Generationengemeinschafts-Verträge hat länger gedauert als geplant. Zudem galt es, zwei Betriebe zusammenzulegen: Dort, wo nun die Remise gebaut wird, stand ein Betrieb, der Serges Mutter Maya Duperrex gehört hatte.
«Nun gehört mir nichts mehr», sagt Maya Duperrex. Was zuerst ungewohnt war, nimmt sie nun mit einem Schulterzucken und einem Lächeln hin. Die Verzögerung aller Bauprojekte und die Unsicherheit hingegen, das mache sie hässig, sagt sie. Sie versucht sich zu distanzieren, «doch manchmal schlafe ich schlecht». Ablenkung bringen die gut gefüllten Tage auf dem Betrieb, Spaziergänge mit dem Hund oder Zeit an der Nähmaschine.

Grundsätzlich möchte Serge Duperrex drei Projekte umsetzen:
- Eine neue Remise für den Maschinenpark.
- Einen grösseren Milchviehstall mit neuem Futterlager und integrierter Biogasanlage.
- Zwei Wohnhäuser: ein Doppelhaus, das Platz für Maya und Jean-Jacques Duperrex bietet sowie eine Angestelltenwohnung, und ein Haus für Serge und Faye Duperrex mit einem Studio für einen Lehrling.
Platz für den Maschinenpark der Stöckweid
Die Remise ist das kleinste der Projekte und sollte Ende Sommer 2026 fertig sein. Als 2021 das Dach dieses Betriebs einen Hagelschaden erlitt, war klar: Es braucht einen Ersatzbau. Nun finden dort die Maschinen des Betriebs Platz. «Das gibt uns Platz auf der Stöckweid und wir können endlich alle Maschinen wettersicher abstellen», sagt Serge Duperrex.

Für den Bau der Remise (und der zukünftigen Bauten) hat Serge Duperrex einen Bagger gekauft. Das macht ihn flexibel und unabhängig. Einsetzen kann er den Bagger auch für andere Arbeiten, zum Beispiel fürs Graben von Drainagen. Der Abbruch ist bereits erledigt, weg muss nur noch der Betonboden. Viel Eigenleistung ist Serge Duperrex wichtig, die Holzarbeiten hingegen lässt er erledigen.
Mehr Tiere, eine Mastgruppe und eine Biogasanlage
Die Stöckweid ist ein vielfältiger Betrieb mit mehreren Standbeinen: Die Milchproduktion ist eines davon. Im Frühling 2026 sind Vater und Sohn Duperrex froh, dass die Stöckweid breit aufgestellt ist. Die Spezialkulturen Spargeln und Kürbisse bringen Ertrag, die Direktvermarktung läuft von Jahr zu Jahr besser und die Events, die auf der Stöckweid stattfinden, sind ein wichtiges Standbein.

Die produzierende Landwirtschaft liegt Familie Duperrex am Herzen: «Unser Betrieb ist auf Produktion, nicht auf Direktzahlungen ausgerichtet», sagt Jean-Jacques Duperrex.
Ziel des neuen Milchviehstalls ist es, mehr Tiere halten zu können, aber dank automatischem Misten und Füttern mit dem gleichen Personalaufwand zu arbeiten. Zum – bereits bewilligten – Projekt gehört eine Biogasanlage unter dem Stall. Duperrex plant, diese zusammen mit einem benachbarten Betrieb zu betreiben.
Aktuell laufen die Vorbereitungen und die Eingaben an den Bund. Angedacht ist die Partnerschaft von Serge Duperrex

