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Gut gestartet mit dem Hofladen

Erika Arnold-Fässler, Bäuerin und Mutter von vier Kindern, vertreibt eine Pflegelinie mit Kräutern aus Eigenproduktion.


Publiziert: 20.09.2015 / 06:00 | Aktualisiert: 08.03.2020 / 11:03

Die in Pfäffikon SZ ausgebildete Bäuerin spricht zwar noch immer den heimischen Appenzeller Dialekt, hat sich aber mit ihrem Ehemann Christian Arnold bestens in Uri eingelebt. In Seedorf bewirtschaften die beiden seit rund vier Jahren den 27 ha grossen Klosterbetrieb. Seit 2002 sind sie verheiratet und haben vier Kinder, Robin, Aline, Flavia und Valeria.


Weit mehr in Anspruch nehmen sie aber die 40 Milchkühe, 20 Kälber, 70 Hühner, zwei Ponys, fünf  iegen und der Hofhund Sämi. Daneben werden rund 80 Hochstammobstbäume gepflegt, die Ernte wird hauptsächlich ver­mos­tet. Und seit 2014 verbringen Arnolds auch viel Zeit im neuen Hofladen. Vorher wurde lediglich ein Milchautomat geführt und daneben wurden zusätzlich ein paar Produkte zum Verkauf angeboten. Heute sind es über 50, darunter Lebensmittel, Konfi, Eier, Duschmittel, Crèmes, Seifen und Salben.

Besonders stolz ist Erika Arnold auf ihre natürlichen Wohlfühlprodukte aus dem eigenen Lavendelgarten rund um das Frauenkloster St. Lazarus und die Ölbäder, Shampoos und Seifen aus Alpenrosen oder Melisse. Alpenrose, Lavendel, Ringelblume und Melisse bilden die Basis der kosmetischen Klosterhof-Produkte. Im Augenblick seien aber auch der Süssmost und die Meringues vom Hof sehr begehrt, sagt Erika Arnold.

Lavendel-Beizli im ehemaligen Heugaden


Obwohl im Klosterhof von Seedorf gelegen, ist der Hofladen gut zugänglich und sofort sichtbar. Zwar hätte man die Produkte auch noch gerne in Altdorf platziert, da ein grosser Teil der Kundschaft aus der Umgebung von Altdorf stammt. «Am besten läuft die Alpenrose-Linie aus getrockneten Alpenrosenblüten, welche von der Sittlisalp im Schächental angeliefert werden», so Erika Arnold. Der Lavendel stammt aus der eigenen Produktion vom Klosterhof. In diesem Jahr gedieh er bei den heissen Temperaturen besonders prächtig.


Der Hofladen verlangt heute eine 100-Prozent-Stelle. Diese wird aufgeteilt unter die Hausherrin Erika, der Praktikantin und einer Mitarbeiterin von Oktober bis Mai, die im 80-Prozent-Pensum angestellt ist. Ehemann Christian, neugewählter Landratspräsident des Kanton Uri, ist für den Verkauf und den Aussendienst zuständig. Er bildet zudem auf dem Betrieb Lehrlinge aus.

Neuerdings ist dem Hofladen auch ein schmuckes Lavendel-Beizli im ehemaligen Heugaden angegliedert, in welchem Gäste nach der Führung durch den Hof empfangen werden können. Hier kann die Hausherrin auch den Kunden die Vorteile ihrer Produkte schmackhaft machen. Sie mag diesen Kundenkontakt und die Gäste schätzen die persönliche Beratung. Einziger Nachteil des Hofladens sei die Präsenzzeit, meint Erika Arnold.

Ein wichtiger Beitrag zur Existenzsicherung


Wie von Erika und Christian Arnold zu vernehmen war, gebe es kein grosses Konkurrenzdenken unter den bestehenden Hofläden in Uri. Man spreche sich ab und versuche, aneinander vorbeizukommen. Die Seedorfer Produkte werden auch bei «Ürner Hüsgmachts» oder bei «By-Herger», am Käsemarkt, in der Landi oder an den Urner Märkten verkauft. Im Hofladen von Seedorf selber sind auch Produkte von der Konkurrenz zu haben. Einzig das Gemüse wird den anderen überlassen.


Schwierige Kunden gebe es eigentlich auch nicht. Man brauche höchstens bei den einen oder andern etwas mehr Zeit, um die Wirkung des Produkts zu erklären, so die vorsichtige Erklärung. Die Zufriedenheit des Ehepaars war aber spürbar beim Besuch. Ihre Begründung: «Jetzt können wir unsere Produkte gut präsentieren, haben Kundenkontakt und machen Führungen im Kräutergarten.» Der Hofladen trage zu einem Drittel zur Existenz bei, meinte Christian, und es dürfte in Zukunft durchaus auch mehr werden. Ausbaupläne bestehen zwar momentan keine.

Auf die Frage nach dem Alter der Kundschaft, konnte man keine schlüssige Antwort geben. Sie sei gut durchmischt und erstaunlicherweise auch jung, meinte Erika Arnold. Es gebe eben auch viele junge Leute, die auf natürliche Produkte schwören würden.

Röbi Kuster

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