Online-Lebensmittelabgabe verhindert Food Waste und hilft Armut-Betroffenen

In einem Pilotversuch erhalten Armuts-Betroffene im thurgauischen Arbon Lebensmittel per Post, die sonst entsorgt werden müssten. Es werden laufend neue Produzenten gesucht.

Lebensmittel online unabhängig von Öffnungszeiten zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen, wurde nicht zuletzt in der Corona-Pandemie für viele üblich. Die Online-Lebensmittelabgabe ermöglicht dies nun auch Menschen, die von Armut betroffen sind. Ein Pilotprojekt in Arbon (Kanton Thurgau) läuft laut Mitteilung des Vereins Mehr als Zwei während dreier Monate von September bis November 2021.

Lebensmittel zum Umkostenbeitrag

Armuts-Betroffene können sich online anmelden und danach alle zwei Wochen ein Lebensmittelpaket im Warenwert zwischen 50 und 80 Franken auswählen, erläutert der Verein das Prinzip. Das Paket werde per Post geliefert und die Empfänger zahlen lediglich einen Umkostenbeitrag von 10 Franken.

Neue Produzenten gesucht

Die Online-Lebensmittelabgabe sei ein einfacherer und zeitgemässerer Zugang zu Nahrungsmitteln. Die Ware stamme unter anderem von regionalen Produzenten und würde ansonsten als Food Waste enden.

Interessierte kleine und grosse Lebensmittelproduzenten werden laufend gesucht, so die Mitteilung. Ein Formular für die Anmeldung finden Sie hier.

Leitfaden für andere Gemeinden

Anfang 2022 sollen die Erfahrungen mit der regionalen Online-Lebensmittelabgabe in Arbon ausgewertet werden. Das Ziel sei es, interessierten Gemeinden und Organisationen einen umsetzbarer Leitfaden zur Verfügung zu stellen.

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