Thema: Fokus | Food Transition

Migros-Konsumententagung 2026: Der Preis ist heiss und die Debatte steinalt
An der Migros-Konsumententagung in Rüschlikon diskutierten Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes Mario Irminger, Preisüberwacher Stefan Meierhans, Nationalrätin Christine Badertscher und Fleischproduzent Markus Bigler über Margen, Moral und den Wert eines Steaks. Neue Antworten blieben aus.
Lokale Versorgung und Absatz für Landwirte: Die Gemeinden können helfen und profitieren
Vielerorts sind Metzgereien, Käsereien und Dorfläden verschwunden. Die Märkte haben sich konzentriert – mit Nachteilen für Landwirte und Dorfbevölkerung. Stefan Flückiger, Präsident von Faire Märkte Schweiz, über Lösungen und die neue Kampagne «lokal + fair» 2026.
Hecken als Multitalente: Wasserspeicher, Windschutz und gut für die Biodiversität
Um verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, lohnt sich eine durchdachte Zusammensetzung der Hecke. Für die Artenförderung ist ein ausreichender Dornenanteil wichtig.
Lupinen sind das Superfood des Jahres, aber schwer zu verkaufen – bis jetzt?
Auf Schweizer Feldern können Lupinen bestehen, aber der Weg auf Schweizer Teller scheint noch weit. Landwirte machen gemischte Erfahrungen mit der Kultur, Biofarm konzentriert sich auf andere Leguminosen und ein Lupinen-Block hat es bereits in den Detailhandel geschafft.
Die Feinabstimmung zwischen Ackerbau, Technik und Agroforst ist zentral
Bei einem Treffen des Feldlabor Agroforst Netzwerks (FAN) auf der Swiss Future Farm wurde deutlich: Damit Agroforstsysteme im Ackerbau funktionieren, müssen Arbeitsbreiten, Feldgeometrien und Bewirtschaftungsabläufe aufeinander abgestimmt werden. Zudem standen Themen wie Wasserverfügbarkeit, Schattenwirkungen und digitale Analysemethoden im Mittelpunkt.
«Die Nutzpflanzenvielfalt muss aus den Genbanken hinaus auf Felder und Teller»
Die erste Studie zur Kulturpflanzenvielfalt in der Schweiz zeigt Erfreuliches, aber auch Handlungsbedarf. Auf mehr als der Hälfte der Ackerfläche wachsen nur drei Kulturen. Insbesondere ist der Sortenerhalt eine Daueraufgabe.
Der Bund will die Ernährung der Schweizer verbessern – mit Information und viel Freiwilligkeit
Die Ernährungsweise der Schweizer(innen) soll ausgewogen und nachhaltig sein. Aktuell ist sie das bedingt. Daran will der Bund mit einem Aktionsplan bis 2028 etwas ändern, doch die Massnahmen bleiben weich.
Wie viele Tiere braucht die Ernährung der Zukunft?
Rund 200 Fachpersonen aus fünf Kontinenten diskutierten an der IAHA‑Konferenz über Tierhaltung und ihre Rolle im zukünftigen Ernährungssystem. Dabei machte Jürn Sanders vom FiBL deutlich: «Die Antworten sind komplex und lassen sich nicht auf ein einfaches ‹mit oder ohne Tiere› reduzieren.»
Wer die Schweiz ernähren will, sollte erst mal wissen, was er misst
Franziska Herren will mit ihrer Ernährungsinitiative 70 Prozent Selbstversorgung erreichen, die SVP fordert 60 Prozent. Beide kämpfen für dieselbe Sache und beide stützen sich auf eine Kennzahl, die die echte Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland systematisch ausblendet.
Seed Linked: Bio-Saatgut dezentral auf Landwirtschaftsbetrieben prüfen und allen verfügbar machen
Das Projekt Seed Linked verfolgt die Vision eines zukünftigen Saatgutsystems, das auf Zusammenarbeit, gemeinsamem Datenaustausch und Transparenz zwischen Bauern und unabhängigen Pflanzenzüchtern basiert.