Zuchtarbeit und Brauchtum: Viehschau in Appenzell lockt viele Besucher an

Die Kantonalviehschau Appenzell Innerrhoden verbindet hochstehende Zuchtarbeit mit gelebtem Brauchtum.

Wenn die Sennen ihre Festtagstracht tragen und die Kühe herausgeputzt sind, steht in Appenzell die kantonale Viehschau an. Der Traditionsanlass ist nicht nur für die Viehzüchter von Bedeutung, sondern auch für den Tourismus. Kühe, Trachten, Schellen und Naturjodel, gelebtes Brauchtum und das eindrückliche Ortsbild von Appenzell ziehen alljährlich zahlreiche Besucher an. Für Interessierte werden sogar öffentliche Führungen durch die Grossviehschau angeboten.

Nur Missen aus Eigenzucht

Auch dieses Jahr zogen zahlreiche Viehzüchter mit ihren schönsten Tieren «sennisch» auf den Brauereiplatz in Appenzell, wo die Schau stattfand. Eine Besonderheit der Appenzeller Viehschau ist die Einteilung der Tiere: Sie werden nicht nur nach Alter eingeteilt, sondern auch danach, ob sie aus eigener Zucht stammen oder zugekauft wurden. Zu den Misswahlen sind ausschliesslich selbst gezogene Kühe zugelassen.

Den Tagessieg bei den Brown-Swiss-Kühen holte sich Calvin-Tochter Maia von Dominik Inauen, Appenzell. (Bild: Lydia Nef)

Den Tagessieg bei den Brown Swiss Kühen gewann Maia von Dominik Inauen, Appenzell. Die leistungsstarke Calvin-Tochter, welche dank ihres breiten und hohen Hintereuters auch Schöneutersiegerin der älteren Kühe wurde, setzte sich gegen Brice-Blüemli von Robin Inauen aus Brülisau durch.  Den dritten Rang belegte die Stierenmutter Babette von Jakob Fuster-Wyss, Appenzell Eggerstanden.

Collaps Selina von Josef Inauen, Appenzell, wurde zur schönsten Brown-Swiss-Jungkuh gekürt. (Bild: Lydia Nef)

Zwei Selinas und ein Doppelsieg

Bei den Brown-Swiss-Jungkühen ging der Sieg an Collaps Selina von Josef Inauen, Appenzell. Auch die Eutersiegerin bei den Jungkühen hiess Selina. Allerdings ist diese eine Jinxer-Tochter und kommt aus dem Stall von Dominik Sutter, Appenzell. Bei den mittleren Schöneuterkühen gewann Rebeka von Franz Koch-Schmid, Gonten. Die Brice -Tochter gefiel mit ihrem sehr hohen Euter.

Beim Original Braunvieh durfte Sepp Fuchs aus Gonten einen Doppelerfolg feiern. Seine Rasimus-Tochter Lisi gewann den Tagessieg, während Killy-Tochter Klärli den zweiten Rang belegte. Zur drittschönsten OB-Kuh kürten die Richter die Omar-Tochter Olive von Markus Dörig, Appenzell Meistersrüte.

Rangliste

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