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Simmentaler Reinzucht: Der Betrieb Rauber aus Frutigen dominiert

Bei der neusten Zuchtwertschätzung vom August führt der Stier Timo das Klassement an. Timo, ist ein Timon-Sohn aus der bekannten und unverwüstlichen Rex-Tochter Tiffany.

Rauber und noch einmal Rauber. Die Simmentaler Reinzucht wäre heute ohne die Familie Rauber in Frutigen BE nicht so gut aufgestellt, wie sie es zurzeit ist. Die aktuelle Nummer 1 bei den geprüften Simmentalerstieren, wie auch die Nummer 1 bei den Genomstieren, kommt aus ihrem Stall. Zudem ist auch der Stier Mauro, die Nummer 3 im Exterieur, ein Rauber-Exemplar.

So führt bei der neuesten Zuchtwertschätzung vom August wieder ein Simmentalerstier aus dem Stall Rauber das Klassement nach Gesamtzuchtwert (Iset) an: der Stier Timo. Timo, mit einem Iset von 1225, ist ein Timon-Sohn aus der bekannten und unverwüstlichen Rex-Tochter Tiffany von Markus und Daniela Rauber. «Das freut mich natürlich, dass Timo ein solch gutes Nachzuchtprüfungsresultat bekommen hat», sagt Markus Rauber auf Anfrage.

Timo habe er als gut einjährigen Stier an Beat Hänni nach Couvet NE verkauft, so der Züchter. Hänni habe Timo dann im Natursprung eingesetzt, worauf sein heutiges Nachzuchtprüfungsresultat beruht. Mit +515 kg Milch bei +0,16 % Fett und 0,00 % Eiweiss, dazu einem Fitnesswert von 109 und einem Exterieurzuchtwert von 115, bietet Timo genau das, was die Reinzucht heute will: Er macht leistungsstarke Kühe, die zudem schön sind. Ab September ist von Timo Samen bei Swissgenetics erhältlich.

Weitere Stiere stehen in den Startlöchern

Mit Timo hat Raubers Zuchtkuh Rex Tiffany einen weiteren wertvollen Stier hervorgebracht. Denn auf Platz 4 nach Iset, mit 1177 Punkten, figuriert Unetto Teo, ein weiterer Sohn von Tiffany. Und als wäre das noch nicht genug: Tiffany ist auch die Urgrossmutter der aktuellen Nummer 1 der reinen Simmentaler-Genomstiere, Cyrill Toni.

«Timo und Teo haben wir als Jungstiere verkauft. Timo, wie zuvor erwähnt, an Beat Hänni und Teo an Peter Brügger nach Frutigen», sagt Rauber. Toni hingegen sei im Besitz von Swissgenetics. «Nach der Produktion eines Samenlagers steht der bald vierjährige Toni wieder bei uns auf dem Betrieb», hält Markus Rauber fest.

Tonis Mutter, Timon Tatjana (55 55 98/EX-92, mit einem EX-95-Euter), sei eine gefreute Kuh. «Kürzlich konnten wir von ihr einen weiteren Sohn an Swissgenetics verkaufen», hält der Züchter fest. Dieses Mal ist es ein Jaron-Sohn mit dem Namen Tatjano.

Select Star holte Max und Merino

Auch Select Star hat Raubers Genetik im Angebot: «An sie konnten wir den Nemo-Sohn Merino und den Tornado-Sohn Max verkaufen», erzählt Markus Rauber. Diese Stiere stammen von seiner Habicht-Tochter Marina (55 55 98/EX-92) ab.

Aktuell setzt Markus Rauber auf die Nachkommen seines Stiers Cyrill Tornado. Dieser geht über Balu Tina (55 55 98/EX-94) – wie könnte es anders sein – auf die unverwüstliche Rex Tiffany zurück. «Tornado war nie im KB-Einsatz, sondern stand bei uns nur im Natursprung», so der Züchter. Die ersten Töchter hätten von ihm schon abgekalbt, und es gebe bereits eine maximal punktierte Erstlingskuh.

«Diesen Herbst werden bei uns neun Rinder von Tornado abkalben, und bisher gefallen sie mir sehr gut», sagt Rauber. Das Kapitel Rauber und die Kuhfamilie von Rex Tiffany scheint also noch lange nicht zu Ende zu gehen – sie wird weiter Zuchtgeschichte schreiben.

Die Zuchtwertliste insgesamt

Schaut man die Rangliste nach Iset bei den Simmentalern genauer an, folgt auf Platz 2 hinter Timo der Stier Colin von der Familie Christen aus Cheseaux-Noréaz VD mit einem Iset von 1191. Colin ist ein starker Milch- und Gehaltsvererber mit einem Exterieurzuchtwert von 102.

Auf Rang 3 folgt der Stier Sir mit einem Iset von 1184. BurriGo Sir ist ein Unetto-Sohn aus der bekannten Kuh Flavio Olga. Sir vererbt +312 kg Milch bei +0,30 % Fett und einem neutralen Eiweissgehalt. Im Exterieur fallen seine Töchter durch sehr starke Fundamente auf; auch ihre Brustbreite, -tiefe und Bemuskelung sind hervorzuheben. Auf Rang 4 folgt mit einem Iset von 1177 der bereits erwähnte Stier Teo. Ariello, Saturn und Santos sind die weiteren Verfolger.

Elvis ist die Nummer 1 im Exterieur

Schaut man die Liste beim Exterieur an, führt sie zum ersten Mal der Stier Elvis aus der Zucht der Familie Perreten aus Lauenen BE an. Elvis, mit 126 ITP-Punkten, ist ein Cyrill-Sohn aus der bekannten Amarone Elina (55 55 98/EX-94). Elvis vererbt wunderschöne Euter und starke Fundamente; seine Töchter haben viel Ausdruck und zeigen hervorragende Typ-Eigenschaften. Leider vererbt Elvis mit -268 kg eine negative Milchleistung, dafür sind seine Milchinhaltsstoffe sehr hoch. Auch sein IFF von 89 muss im Auge behalten werden.

Auf dem zweiten Rang nach ITP folgt der Stier Alpinist aus der Zucht von Hanspeter und Peter Ryter aus Kandergrund BE. Alpinist ist ein Leon-Sohn aus Ryters bekannter Schaukuh Flavio Amylou. Von Alpinist sind bisher 26 Töchter beschrieben, was ihm einen ITP von 125 einbringt. Sein Beschrieb könnte kaum besser sein: Seine Töchter zeigen eine gute Grösse mit viel Masse, dazu ein Top-Fundament und unglaublich starke Euter.

Auf dem dritten Platz folgt der Stier Teo von der Familie Rauber aus Frutigen mit einem ITP von 122, auf Rang 4 der Stier Unetto mit einem ITP von 119. Auch der Stier Santos, mit einem ITP von 118, überzeugt mit seinen Töchtern immer mehr. Nach Fitnesswert führt der Stier Niesen mit einem IFF von 126 die Rangliste an. Flavio, AhFlyer und Timo sind die weiteren Verfolger.

Auch Fantasio bei Swissgenetics

Neben Timo und Sir hat Swissgenetics auch den Stier Simmenoud Fantasio für den Zweiteinsatz befördert. Fantasio ist ein Aladin-Sohn aus einer Adi-Kuh. Dieser Stier bringt mit +724 kg viel Milch, allerdings bei negativen Inhaltsstoffen; auch sein IFF von 95 liegt unter dem Rassenschnitt. Von Fantasio darf man Töchter mit starken Eutern und Zitzen erwarten, punkto Typ-Eigenschaften gibt es aber sicher bessere Simmentalerstiere als ihn. Fantasio kommt schlussendlich auf einen Gesamtzuchtwert von 1133 Iset-Punkten.mt schlussendlich auf einen Gesamzuchtwert von 1133 Iset-Punkten.

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