Geld von der Klimastiftung für die vollautomatische Insektenzucht in der Box

Die Klimastiftung Schweiz unterstützt das Aargauer Unternehmen Smart Breed, das vollautomatische Boxen zur Zucht von Mehlwürmern, Heuschrecken und Grillen entwickelt und anbietet.

Noch ist es wegen der gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz Zukunftsmusik, Nutz- und Haustiere mit Insekten zu füttern. Laut der Agrarpolitik 2022+ werde Insektenfutter aber wahrscheinlich bis 2022 legalisiert, schreibt das Aargauer ETH-Start-Up Smart Breed auf seiner Website. Wenn es so weit ist, sollten die vollautomatischen Boxen von Smart Breed bereit sein.

Fix fertige Insekten aus der Box

Die Zuchtboxen sind mit Sensoren ausgestattet und stapelbar. Darin wachsen ohne weiteres Zutun von Aussen Heuschrecken und Mehlwürmer heran, dasselbe für Grillen ist noch in Arbeit. Der Clou beim System von Smart Breed ist die Automatisierung: Fütterung und Reinigung erledigt die Box selbst. Das Start-Up verspricht dadurch gute Hygiene und eine minimale Stressbelastung für die Tiere. Der Ertrag liege zwischen 100 Kilo bis 2 Tonnen pro Jahr. Mit einem Mehlwurmturm sollen gute Ergebnisse bereits ab wenigen Kilogramm jährlich möglich sein.

Gemäss Website startet der Verkauf der Heuschrecken-Boxen in wenigen Wochen.

Insekten als Lebensmittel sind zugelassen

Während Futtermittel aus Insekten noch nicht legal sind, dürfen in der Schweiz Lebensmittel aus Insekten verkauft werden. Zwar sind sie heute ein Nischenmarkt, als klimaschonende Proteinquelle aber eine häufig diskutierte Alternative zu Fleisch.

Die Zuchtboxen von Smart Breed bestehen aus lebensmittelechten Materialien und eigen sich daher auch, um beispielsweise Grillen für den Teller zu züchten.

Als Klimaschutzprojekt unterstützt

Die Klimastiftung Schweiz jedenfalls scheint vom Ansatz der drei Brüder, die Smart Breed leiten, überzeugt zu sein. Sie hat das Unternehmen bei der jüngsten Förderrunde mit insgesamt 1,3 Millionen Franken berücksichtigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Angebot von Smart Breed solle es der Schweizer Landwirtschaft ermöglichen, kostengünstig, ressourcenschonend und lokal Insekten zu züchten und so die Vorteile von Insekten als klimafreundliche alternative Proteinquelle fördern, so die Begründung.

Damit liessen sich auch Mehlwürmer, Heuschrecken oder Grillen für den Hofladen züchten.

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