Bei Husten im Schweinestall trifft ein Gedanke Schweinehaltende wie ein Blitz: Hoffentlich ist es nicht Enzootische Pneumonie (EP). Am 16. September 2026 berichteten die Medien über einen ungewöhnlich grossen EP-Ausbruch. EP ist eine für Menschen ungefährliche bakterielle Atemwegserkrankung der Schweine. EP-Erreger gelangen über Tierverkehr oder Aerosole in andere Schweinebestände. Damit alle Schweizer Hausschweinebestände wieder als EP-frei gelten, ordnen die kantonalen Veterinärämter Massnahmen an.
Aktuelle Suisag-Empfehlungen:
1. Anordnungen der Behörden strikt befolgen.
2. Schweine mit Husten und/oder Fieber:
- Meldung an (SGD-/Bestandes-)Tierarzt.
- Tiere auf keinen Fall verstellen.
3. Tierverkehr zeitnah und vollständig melden.
4. Gute Biosicherheit:
- Hygieneschleuse: konsequenter Kleider- und Schuhwechsel
(Overall, Stiefel). - Hände und Stiefel waschen/desinfizieren.
- Minimum an Besuchern
(kein Chauffeur).
Auch wenn der besagte EP-Ausbruch hoffentlich rasch eingedämmt wird, wird die Wachsamkeit und Husten-Meldebereitschaft aller Schweinehaltenden weiterhin gefordert sein. Denn in der kalten Jahreszeit husten Schweine erfahrungsgemäss häufiger. Gewissheit, ob es sich um eine Grippe (Influenza) oder um EP handelt, bringt eine Laboruntersuchung. Diese organisieren (SGD-/Bestandes-)Tierärzte. Untersuchungen über das nationale Schweineinfluenza-Programm sind weiterhin möglich. Für Tierhaltende: Im November finden nationale (Grippe-)Impfwochen statt.
Hier gibt es mehr Informationen.

