«Ihr seid Heldinnen des Alltags»: Abschlussfeier Bildungsjahr Hauswirtschaft

Kochen, Nähen, Persönlichkeitsbildung: Was elf Frauen im Bildungsjahr Hauswirtschaft lernten – und warum sie bei 489 000 Haushalten zum Rückgrat der Gesellschaft gehören.

Mit einer coolen Feier schlossen die elf Absolventinnen ihr Bildungsjahr Hauswirtschaft (BJHW) ab. Spannende Einblicke gab es in ihr Leben und den Schulalltag. Grussworte überbrachten Tobias Fuhrer, Mitglied der Geschäftsleitung Inforama, Ursula Brönnimann, Co-Präsidentin VBL, Barbara Born, Mitglied Schulrat, und Sabine Vogt, Ressort Höhere Berufsbildung Hauswirtschaft Inforama.

Therese Wüthrich, Klassenlehrerin Bildungsjahr Hauswirtschaft, zeigte im Schulbericht auf, was die Klasse besonders prägte. Es entstanden schöne Freundschaften unter den Frauen, die auch weiterhin bestehen sollen.

Eine Feder für Höhenflüge

Viel Spannendes lernten die elf jungen Frauen, die am 13. August 2025 im Bildungsjahr Hauswirtschaft (BJHW) starteten. Jeweils am Mittwoch wurde in 38 Schulwochen und 299 Lektionen die Schule am Inforama Waldhof besucht. Unterrichtet wurden die Fächer Kochen, Ernährungslehre, Produktion und Verwertung, Hauspflege nach ökologischen Grundsätzen, Allgemeinbildung (ABU mit Deutsch und Mathematik), Persönlichkeitsbildung und Gesundheitsvorsorge.

Zudem gab es auch Spezialtage. Neben dem Schulalltag erhielten die Frauen in professionellen Landwirtschafts- und Familienhaushaltungen die Ausbildung zu einer effizienten Haushaltsführung sowie Einblicke in das Familienleben.

Der KI überlegen

Trägerschaft vom Bildungsjahr Hauswirtschaft ist der Verband Bernischer Landfrauenvereine (VBL). Co-Präsidentin Ursula Brönnimann erinnerte im Grusswort daran, dass im Leben alle Leute lecker essen und saubere Kleider haben wollen. Dies könne aber Künstliche Intelligenz (KI) nicht. Sie sprach ein Hoch auf die Absolventinnen aus, welche diese Kompetenzen nun haben. «Ihr seid Heldinnen des Alltags», sagte Ursula Brönnimann.

Barbara Born, Mitglied des Schulrates, brachte den Absolventinnen eine kleine Feder mit. Sie zeigte damit Freiheit, Leichtigkeit und Mut auf. «Ein Vogel fliegt nur, wenn er die Flügel ausbreitet», erkannte Barbara Born. Mit Federn werden seit langer Zeit auch Geschichten geschrieben. Barbara Born wünschte den jungen Frauen viel Energie und den Mut, an ihrer Geschichte zu schreiben, auch wenn nicht jeder «Satz» perfekt sei.

Rückgrat der Gesellschaft

Die Absolventinnen stellten einander vor, und zeigten dazu, wie das Leben und weitere berufliche Wege zeitnah aussehen werden. Im Grusswort gab Tobias Fuhrer, Mitglied der Geschäftsleitung Inforama und Fachbereichsleitung Höhere Berufsbildung, mit einigen Zahlen wertvolle Inputs.

Es gebe 489 000 Haushalte im Kanton Bern, und wenn sie professionell betreut werden, sei das für die Gesellschaft wichtig. «Familie, Haushalte, Ernährung, Gesundheit und daher ihr, bilden zusammen das Rückgrat unserer Gesellschaft», sagte Tobias Fuhrer zu den Absolventinnen.

Mit der Zahl 0, oder «Keiner» bedauerte Tobias Fuhrer, dass kein Mann das Bildungsjahr Hauswirtschaft absolviert hatte, und gab zu bedenken: Auch im Haushalt sollte die Verantwortung gemeinsam übernommen werden.

Dank an alle

Einen emotionalen Dank an alle Beteiligten, die zum guten Gelingen des ganzen Jahres beigetragen haben, sprach Sabine Vogt, Leiterin Ressort Höhere Berufsbildung Hauswirtschaft Inforama, aus. Ein eingespieltes Team rund um die Organisation des Bildungsjahres Hauswirtschaft und das Wissen um die gegenseitigen Stärken machen die Zusammenarbeit zwischen dem Verband Bernischer Landfrauenvereine und dem Inforama so wertvoll.

Eine nette Geste der Absolventinnen war das Verteilen von Blumen an die Ausbilderinnen und die Lehrerinnen. Den berührenden Abschluss machten die jungen Frauen mit dem Patent-Ochsner-Song «Für immer uf Di», begleitet von Gitarrenklängen. Mit Zusammensein und feinem Apéro, klang der würdige Anlass aus.

Das sind die Absolventinnen

Rebekka Aebi, Rüegsbach; Alina Kaufmann, Sigriswil; Elin Koch, Kehrsatz; Nora Kohler, Gümmenen; Corina König, Madiswil; Valérie Krähenbühl, Rüderswil; Jamira Luana Utiger, Innerberg; Laura von Dach, Kappelen; Lovis Widenhorn, Wyssachen; Lavina Wissler, Diemtigen; Ronja Zürcher, Gondiswil.