Die Ziele für die Agrarpolitik ab 2030 werden sichtbar. Gemäss Bundesrat soll der unternehmerische Spielraum für LandwirtInnen erweitert, die Wertschöpfung gestärkt und «der ganzen Land- und Ernährungswirtschaft sowie den Konsumentinnen und Konsumenten mehr Verantwortung übertragen» werden. Im Zentrum stehen gemäss Medienmitteilung vier Hauptstossrichtungen:
Reduktion administrativer Aufwände und die Vergrösserung des Handlungsspielraums durch Digitalisierung und Neuausrichtung von Direktzahlungen. Digitalisierung soll administrativen Aufwand bei Kontrollen senken. Direktzahlungen sollen vermehrt auf Ergebnisse statt Handlungsanweisungen ausgerichtet werden.
Märkte sollen mit Marktbeobachtung und Selbsthilfemassnahmen besser funktionieren. Landwirtschaftsbetriebe sollen im Markt gestärkt und die Wertschöpfung verbessert werden. Dazu soll auch die Erhöhung der Milchpreisstützung gehören.
Die Ressourceneffizienz soll unter anderem mit der Anwendung nachhaltiger Technologien oder auch durch die ausgewählte stärkere Förderung von pflanzlichen Kulturen für die menschliche Ernährung verbessert werden.
Mit Zielvereinbarungen und der Unterstützung informierter Kaufentscheide soll die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten gefördert werden. Die Regierung hat diese Stossrichtungen Mitte Februar als Grundlage für die Botschaft geschaffen. Der Botschaftsentwurf wird voraussichtlich Mitte September in die Vernehmlassung geschickt.

