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Winterraps braucht einen guten Start

Saatbett, Bodenfeuchte, Saatzeitpunkt und Saatstärke entscheiden bereits in den ersten Wochen über die Entwicklung des Bestands. Besonders in trockenen Jahren gilt es, die vorhandene Feuchtigkeit im Boden zu erhalten.

Für den Winterraps entscheidet sich bereits in den ersten Wochen nach der Aussaat, wie sich der Bestand entwickelt. Ein gleichmässiger Feldaufgang und kräftige Jungpflanzen sind die Grundlage für eine erfolgreiche Überwinterung und hohe Erträge. Entsprechend sorgfältig sollte die Saat vorbereitet werden. Ein gut rückverfestigtes, feinkrümeliges Saatbett sorgt für einen guten Bodenschluss und rasche Keimung. Besonders in trockenen Jahren wie diesem gilt es, die vorhandene Bodenfeuchte möglichst zu erhalten. Jede aufwendige Bodenbearbeitung oder zusätzliche Überfahrt kostet wertvolle Feuchtigkeit.

Ebenso entscheidend ist der Saatzeitpunkt. Ziel ist eine kräftige Rosette mit gut entwickelter Pfahlwurzel. Ideal sind mindestens 8, besser noch 10 bis 14 Blätter und ein Wurzelhalsdurchmesser von rund 8 mm vor dem Winter. Dafür sollte der Raps bis Ende September das 6-Blatt-Stadium erreichen. Frühe Saaten ab Mitte August sind aufgrund der Erdflohproblematik vorteilhaft, erhöhen jedoch das Risiko vom Schossen im Herbst und Auswinterungsschäden. Zu späte Saaten führen dagegen häufig zu ungenügender Etablierung. Die Saatstärke sollte dem Sortentyp angepasst werden. Hybridsorten benötigen geringere Saatmengen als Liniensorten.

Ein Kontrollgang nach der Saat hilft, Schnecken, Erdflöhe oder einen ungleichmässigen Feldaufgang früh zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig zu reagieren. Wer bei der Saat die Weichen richtig stellt, schafft beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die neue Rapssaison.

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