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Schwarzbrache gegen Erdmandelgras

Erdmandelgras, eine invasive Problem-Pflanze, bedroht die Erträge in Sommerkulturen. Die innovative Schwarzbrache hat sich als effektive Methode zur Bekämpfung bewährt, mit einer möglichen Reduktion des Befalls um 70 Prozent in zwei Jahren, benötigt jedoch sorgfältige Planung und Ausführung.

Schwarzbrache gegen Erdmandelgras

Erdmandelgras ist eine invasive und meldepflichtige Problempflanze. Das konkurrenzstarke Sauergras kann vor allem in Sommerkulturen zu grossen Ertragseinbussen führen. Es vermehrt sich primär über sehr widerstandsfähige Wurzelknöllchen, welche «Erdmandeln» genannt werden. Am wichtigsten ist die Prävention: frühzeitige Erkennung, Vermeidung maschineller Bearbeitung betroffener Stellen und Reinigung der Maschinen nach dem Einsatz. Pflanzenschutzmittel sind nicht vollständig gegen den Neophyten wirksam.

Das FiBL und weitere Partner haben die Schwarzbrache zur Regulierung von stark befallenen Flächen getestet. In zwei Jahren kann eine Reduktion von zirka 70 Prozent erreicht werden. Bei der Schwarzbrache wird der Boden während der Vegetationsperiode wiederholt bearbeitet, um vorhandene Knöllchen zu zerstören und die Neubildung zu verhindern. Wichtig ist dabei, den richtigen Zeitpunkt zur Bodenbearbeitung zu treffen, wenn die Pflanzen im 3–5-Blatt-Stadium sind. Nachteile der Schwarzbrache sind die starke Degradation des Bodens, der Zeitaufwand und das Verschleppungsrisiko bei jedem Maschineneinsatz.

Für mittleren und schwachen Erdmandelgras-Befall gibt es weitere Methoden, wie manuelles Ausgraben, manuelles Jäten oder eine Fruchtfolge mit konkurrenzstarken Kulturen. Am wichtigsten bleibt die Prävention.

Eva Föller, FiBL

Merkblatt Erdmandelgras bekämpfen

Video Ermandelgras Bekämpfen


Stand Punkt

Rosskur für den Boden

Ich habe mit meinem Bio-Ackerbaubetrieb am Versuch zur Schwarzbrache teilgenommen. Auf dem 45 Hektaren grossen Betrieb hat es seit über 15 Jahren Erdmandelgras. Bis ich die Gefahr erkannt hatte, war das Unkraut schon durch die Maschinen auf andere Felder verteilt worden. Wirtschaftlich hat es nicht so eine grosse Rolle gespielt, aber man kann nicht mehr alle Kulturen auf allen Flächen anbauen und die Zusammenarbeit mit Lohnunternehmern wird schwierig.

Schwarzbrache gegen Erdmandelgras
Kommentar von Georg Frick, Weidriethof, Schaan, Liechtenstein

Mit der Schwarzbrache konnte der Befall in drei Jahren um zirka 90 Prozent reduziert werden. Pro Saison gab es fünf bis sechs Bodenbearbeitungen und ab September eine winterharte Gründüngung. Jetzt gliedern wir die Flächen wieder in die Fruchtfolge ein. Die negativen Auswirkungen auf den Boden zeigen sich aber stark. Auch die Feldränder sind ein Problem.

Für starken Erdmandelgras-Befall würde ich die Schwarzbrache weiterempfehlen. Zwei Jahre genügen wahrscheinlich. Das Wichtigste ist aber, die Verschleppung von Anfang an zu verhindern!

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