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Biosoja: Die Ernte wird heuer später ausfallen

Aufgrund der teils späteren Aussaaten, wird auch von einer späteren Ernte ausgegangen. Erntereif sind die Körner, wenn sie hart sind und frei in der Hülse liegen.

Nach dieser speziellen Saison mit teils sehr späten Aussaaten steht die Sojaernte vermutlich später als sonst vor der Tür. Als erntereif gelten die Körner, wenn bei einem Wassergehalt von unter 20 % der Grossteil der Blätter abgefallen ist, die Körner frei in der Hülse liegen und hart sind (wenn die Hülsen rascheln). Zu feuchte Körner mit einem Wassergehalt von über 20 % verursachen hohe Trocknungskosten. Trockene Bohnen mit einem Wassergehalt unter 12 % sind zu bruchanfällig.

Feuchte reduziert die Qualität

Wie auch bei anderen Kulturen können sich in reifen Sojabeständen leicht Pilzinfektionen ausbreiten. Im Gegensatz zu Getreide kann Soja bei feuchten Verhältnissen wieder Wasser aufnehmen. Jede Wiederbefeuchtung nach Erreichen der Reife reduziert die Qualität. An den kürzer werdenden Tagen im Herbst steigt zudem das Risiko, eine feuchte und verschmutzte Ernte einzufahren. Deshalb gilt für die Sojaernte als oberstes Prinzip: lieber zu früh als zu spät!

Stehen für das Erntegut gute Trocknungsmöglichkeiten zur Verfügung, sollte der erstbeste Zeitpunkt für die Ernte genutzt werden. Dies gilt insbesondere für Speisesoja und die Produktion von Saatgut, wo die Qualität der geernteten Ware besonders wichtig ist. Hingegen lohnt es sich bei Futtersoja – bei voraussichtlich anhaltend schönem Wetter – mit der Ernte abzuwarten, da Sojabohnen bei solchen Bedingungen innerhalb kurzer Zeit viel Feuchtigkeit verlieren und so Trocknungskosten eingespart werden können. Ab Mitte Oktober trocknen die Bestände tendenziell nicht mehr ab.

Fremdbesatz vermeiden

Um Fremdbesatz zu vermeiden sollte der Mähdrescher vorab gereinigt werden. Weiter Giftpflanzen wie Nachtschatten oder Stechapfel sowie Durchwuchs-Sonnenblumen vor dem Dreschen händisch aus dem Feld entfernen. Gedroschene Sojabohnen so rasch wie möglich in die Sammelstelle bringen – der Drusch- und Liefertermin ist dementsprechend frühzeitig abzusprechen. Dies gilt besonders, wenn Erwärmungsgefahr durch Unkrautbesatz, grüne Pflanzenteile oder durch hohe Restfeuchte der Bohnen besteht.

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