Beim Branchenverband Thurgau Weine ist der Vorstand wieder komplett

Mit der einstimmigen Wahl von Corinne Bertschi, Urs Hausammann und Nina Wägeli konnten die Vakanzen im Vorstand endlich ausgeräumt werden. An der Hauptversammlung verabschiedeten die Mitglieder zudem die Nachhaltigkeitsstrategie.

Von einem Weinjahr mit besten meteorologischen Voraussetzungen für gesunde, kräftige und gehaltvolle Trauben mit hohen Öchslewerten sprach Verbandspräsident Jakob Stark an der Hauptversammlung des Branchenverbandes Thurgau Weine (BTW) Ende März. Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie Thurgau Weine informierte Stark, dass eine unterstützende Zusammenarbeit mit dem ­Weinbauzentrum Wädenswil durchgeführt und eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet werden konnte.

Mehrheit der Mitglieder für Strategie

Dies sorgte im späteren Verlauf der Versammlung für Diskussionen. «Wir laufen mit diesem Projekt wieder deutlich schneller, als die Musik spielt», mahnte jemand. Auf der anderen Seite wurde rasches Handeln gefordert. Es wurde auch verlangt, dass man die auf den Pilotbetrieben gemachten Erfahrungen im positiven wie auch negativen Bereich klar kommuniziert, so dass daraus Schlussfolgerungen und Massnahmen gezogen werden können. Mit grossem Mehr stimmten die Mitglieder dem Nachhaltigkeitsprojekt BTW 2027 mit elf Nachhaltigkeitszielen zu. Anfang 2024 werden die ersten Pilotbetriebe starten.

Erstmals werden Staatsweine gekürt

Erstmals wird in diesem Jahr das Projekt Staatswein umgesetzt, indem jeweils pro Jahr ein roter und ein weisser Staatswein gekürt werden. Zu diesem Wettbewerb sind auf der weissen Seite Müller-Thurgau sowie rote Spezialitäten zugelassen. Wer mitmachen will, muss Mitglied im BTW und ÖLN-Betrieb sein. Zudem dürfen nur AOC-Weine aus dem Thurgau eingereicht werden.

Der Vorstand beantragte verschiedene Anpassungen von Reglementen. Mit einer Reduktion des Mindestbeitrages auf 50 Franken bis zu einer Fläche von 10 Aren soll der BTW auch für kleine Produzenten attraktiv bleiben. Anpassungen wurden auch beim Stimmrecht bezüglich der eingekellerten Menge Traubenmost festgelegt. Mit der einstimmigen Wahl der drei neuen Vorstandsmitglieder Corinne Bertschi, Urs Hausammann und Nina Wägeli konnten die Vakanzen im Vorstand endlich ausgeräumt werden.