Suisseporcs: Luzerner Bauernpräsident Markus Kretz kandidiert als Nachfolger von Andreas Bernhard

Suisseporcs hat einen ersten Anwärter für das Zentralpräsidium. Markus Kretz, Präsident des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands stellt sich zur Wahl. Entschieden wird an der Delegiertenversammlung 2027.

Die Nachfolgefrage bei Suisseporcs ist seit fast einem Jahr offen. Bereits im Dezember 2025 hatte Zentralpräsident Andreas Bernhard angekündigt, sein Amt an der Delegiertenversammlung 2027 abzugeben. Den frühen Zeitpunkt wählte er bewusst: Der Verband sollte genügend Zeit haben, die Nachfolge in Ruhe zu regeln. Nun liegt eine erste Kandidatur auf dem Tisch. Wie der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) am 4. November mitteilt, will sein Präsident Markus Kretz das Amt übernehmen.

Bernhard will mehr Zeit für den Hof

Andreas Bernhard führt Suisseporcs seit der Delegiertenversammlung vom 10. Mai 2023. Im Jahr seines Rücktritts wird er 65 und will das Präsidium in jüngere Hände legen. Gleichzeitig möchte er seinen Sohn und dessen Familie, die 2023 den elterlichen Betrieb übernommen haben, stärker unterstützen als bisher. Der Zentralvorstand bedauerte den Entscheid damals, zeigte aber Verständnis für die Gründe. Er aktivierte seine Personalkommission, die im Januar 2026 unter der Leitung von Vizepräsident Martin Wenger mit der Suche nach einer Nachfolge begann.

Schweine, Milch und Ackerbau im eigenen Betrieb

Markus Kretz hat sich nach Gesprächen mit seinem persönlichen Umfeld und den Verantwortlichen von Suisseporcs für die Kandidatur entschieden. Er möchte seine Erfahrung künftig auf nationaler Ebene einbringen. Der 50-Jährige präsidiert den LBV seit 2020. Er ist Teilhaber der Betriebsgemeinschaft Muff/Kretz/Rosenberg in Schongau LU, die Schweinehaltung, Milchwirtschaft und Ackerbau betreibt. Zudem ist er Mitinhaber der Agrifokus AG, eines Unternehmens für Beratung und Futtermittel.

Zehn Monate mit Doppelmandat

Wird Markus Kretz gewählt, gibt er das LBV-Präsidium nicht sofort ab. Er will es bis zum ordentlichen Ende seiner Amtszeit im Frühjahr 2028 weiterführen. Daraus ergeben sich rund zehn Monate, in denen er beide Verbände gleichzeitig präsidiert. Für diese Zeit sollen ihn die Vizepräsidenten von Suisseporcs und LBV unterstützen und entlasten. Laut Mitteilung hat der Luzerner Verband diese Übergangsphase in seiner Planung bereits berücksichtigt. Der LBV nehme die Kandidatur seines Präsidenten zur Kenntnis und werde ihn bei seinen Aufgaben unterstützen.

Ob Kretz der einzige Kandidat bleibt, ist offen. Gemäss den Statuten von Suisseporcs können bis zur Delegiertenversammlung 2027 weitere Kandidaturen eingereicht werden.

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