An der Regionaltagung Graubünden von Mutterkuh Schweiz sprach Mathilde Hans-Moëvi über die erfreuliche Marktlage bei allen Label-Programmen von Mutterkuh Schweiz. «Die Tiere sind sehr gesucht und die Preise hoch», sagte die Leiterin Labelproduktion am 10. Mai 2022 am Plantahof. Besonders gross ist die Nachfrage bei Natura-Veal, hier bräuchte es 3000 Tiere mehr.
Für jedes Tier einen Verkaufskanal
Mathilde Hans-Moëvi informierte, dass Biobetriebe neu in alle Verkaufskanäle der Markenprogramme von Mutterkuh Schweiz liefern können. Natura-Beef musste bis anhin in den ÖLN-Kanal geliefert werden, nun können die Tiere über Linus Silvestri als Bio-Natura-Beef vermarktet werden. «Jetzt gibt es für jeden Betrieb und jedes Tier einen Verkaufskanal», so Hans-Moëvi.
Sie erinnerte daran, dass es noch vor drei Jahren eine Warteliste für Natura-Beef-Produzenten gab. Diese kann nun aufgelöst werden. «Wir geben uns grosse Mühe, unsere Produktpalette zu halten und weiterzuentwickeln», versprach sie.
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Thema Klima ist in aller Munde und beschäftigt auch Mutterkuh Schweiz. Weidefleisch hat positive Auswirkungen auf das Klima. Diesen Aspekt will der Verband vermarkten.
«Wir wissen, dass wir stark sind, aber wir wollen auf wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Basis kommunizieren können.»
Mathilde Hans-Moëvi, Leiterin Labelproduktion, Mutterkuh Schweiz.
Ein Projekt mit 50 Pilotbetrieben zur Berechnung der Klimabilanz soll Zahlen und Erkenntnisse liefern.
Das Projekt beinhaltet das Testen von Instrumenten zur Berechnung der Umweltbilanz, die Berechnung der Auswirkungen der Mutterkuhhaltung auf das Klima und die Berechnung von Emissionen. Schlussendlich sollen diese Zahlen dazu dienen, ein anerkanntes Instrument zur Berechnung der Klimabilanz von Mutterkuhbetrieben zu haben und die Verkaufsargumente der Labels zu verbessern.

