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Die Kurse der Urner Bäuerinnen waren beliebt

An der Generalversammlung haben die Urner Bäuerinnen auf ein Jahr mit gut besuchten Kursen zurückgeschaut. Sabrina Imfeld wird neue Beraterin anstelle von Agnes Schneider Wermelinger.

«Glück kann man nicht kaufen, aber eine Bäuerin zu sein, ist nahe dran.» Mit diesen Worten eröffnete Präsidentin Margrith Gisler die Generalversammlung der Urner Bäuerinnen vor einer Woche. Dieses Glück verspüre sie besonders dann, wenn sie nach einem Ausflug in die Grossstadt auf dem Heimweg sei. Glücklich mache sie der Anblick des Bristens, die Fahrt mit der Gondel auf den Berg und die Stille der Bergwelt, liess sie die rund 110 Besucherinnen wissen.

Die Aktivitäten waren beliebt

Die Berge waren auch Teil des Jahresprogrammes. Egal ob Alpwanderung bei bescheidenem Wetter, Bäuerinnenauszeit oder Schneeschuhwanderung, die Kurse und Aktivitäten waren stets gut besucht. Der Handlettering-Kurs wurde dank der grossen Nachfrage dreimal durchgeführt. Der Vorstand lege Wert auf ein breites Angebot, sagte Gisler, Ideen der Mitglieder würden gerne entgegengenommen.

Sabrina Imfeld wird neue Beraterin

Agnes Schneider Wermelinger war die vergangenen vierzehn Jahre im Auftrag des Kantons Uri als Beraterin der Urner Bäuerinnen tätig. Sie erhielt Anfragen aller Art, aber besonders Fragen zur Verbesserung des Familieneinkommens häuften sich. Als Folge der erneuten Zunahme von Arbeitsdruck und knappen Finanzen hätten sich Generationen- und Partnerschaftsprobleme verschärft, erklärte sie. Auch gesundheitliche Probleme würden zu komplexen Situationen führen. Schreibarbeiten übernommen Eine wichtige Aufgabe waren Abklärungen mit Hilfswerken und das Schreiben von betriebswirtschaftlichen Berichten. Weitere Hauptthemen waren die Absicherung der Bauernfamilie sowie die wandelnde Rolle der Bäuerin. Die Beratungsabende für die Bäuerinnen waren gut besucht und es fand ein wertvoller Austausch statt. Sabrina Imfeld übernimmt das Amt der Beraterin per 1. Juli. Die Agronomin, Fachbereich Nutztierwissenschaften, unterrichtet noch bis Ende Schuljahr am BBZN Hohenrain Schweinehaltung und ist zuständig für die Erwachsenenbildung. Die vierfache Mutter ist zudem ausgebildete Doula. Ihr Ziel sei es, für die Landfrauen da zu sein, ihnen die Sorgen abzunehmen und sie in den verschiedenen Situationen zu unterstützen. Wechsel bei «Sorgächratte» Auch beim Verein «Bäuerlicher Sorgächrattä» gibt es nach 14 Jahren eine Personaländerung. Lydia Fässler übergibt die Geschäftsleitung an Gerlinde Neff-Stäbler aus Steinegg, sie ist Bäuerin und ausgebildete Pflegefachfrau. Obwohl sich die Geschäftsstelle in der Ostschweiz befindet, liegt der Grundstein des Sorgächrattä im Kanton Uri.

Die Jahresrechnung war positiv

Kassierin Sibylle Zurfluh-Muheim präsentierte die Jahresrechnung. Der Verband schloss das Jahr 2022 mit einem Gewinn von rund 3100 Franken ab. Einen Grossteil der Einnahmen machten die Beiträge der 473 Mitglieder, Gönnerbeiträge sowie der Verkauf des Kochbuches der Urner Bäuerinnen aus. Kleinere Einnahmen generierten Aktionen wie der Apfeltag oder Tag der Pausenmilch. Dank des positiven Abschlusses bleibt der Mitgliederbeitrag bei 25 Franken. Der Verband verfügt zudem über einen Sozialfonds für Bäuerinnen in Not und ein Weiterbildungskonto, das Kosten für aufwendigere Kurse abdeckt.

Haushaltservice läuft gut

Der Haushaltsservice schloss positiv ab. Die Nachfrage für die Dienstleistung ist nach wie vor gross. 97 Frauen deckten im vergangenen Jahr die rund 500 Daueraufträge ab. Die Anfragen für Büro- und Endreinigungen forderten die Vermittlerinnen, genügend Personal zu finden.

Auch das Catering ist wieder auf dem Stand wie vor der Pandemie. An rund 28 Anlässen wurden im vergangenen Jahr etwa 2650 Gäste bewirtet. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 36 081 Stunden gearbeitet, das ergibt rund 17 Vollzeitstellen.

Durch diesen Einsatz konnten ein Gewinn erwirtschaftet und eine Lohnnachzahlung gemacht werden.

Vorstandsfrauen wiedergewählt

Die Präsidentin der Urner Bäuerinnen, Margrith Gisler, stellte sich zur Wiederwahl, die einstimmig angenommen wurde. Zwei weitere Amtsjahre liegen vor ihr. In globo wurden der übrige Vorstand, die Revisorinnen sowie die Delegierten für den Haushaltsservice wiedergewählt. Als neue Ortsvertreterinnen wurden Lisa Püntener, Erstfeld, und Pia Gamma, Göschenen, begrüsst. Sie treten die Nachfolge von Andrea Indergand und Jolanda Mattli an.

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