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Die Anti-Landwirtschaftspolitik von links gefährdet die Ernährungssicherheit

Unser Autor fragt sich, wie die Ernährungssicherheit mit Schweizer Landwirtschaftsprodukten sichergestellt werden kann, wenn gleichzeitig immer mehr Forderungen und Gesetzte an die Landwirte gestellt werden.

In Bundesbern wird eine regelrechte Anti-Landwirtschaftspolitik mit immer mehr abstrusen Forderungen betrieben. Es werden dutzende Vorstösse eingereicht, welche allesamt die produzierende Landwirtschaft schwächen möchten. Dazu kommen Initiativen wie die Massentierhaltungs-Initiative, bei welcher schon der Name falsch ist. Eine Schwächung der einheimischen Landwirtschaft könnte ähnlich wie bei der Energieversorgung zu einem regelrechten Supergau vollkommen. Denn neben den genannten Vorstössen und Initiativen, welche es mit aller Kraft zu verhindern gilt, kommen folgende Faktoren hinzu, welche die Ernährungssicherheit gefährden.

Das massive Bevölkerungswachstum führt zu einer starken Ausdehnung der Siedlungsfläche, grösstenteils auf Kosten der Landwirtschaftsfläche. Seit der Erhebungsperiode 1979/ 85 hat die Siedlungsfläche bis im Jahr 2013/ 2018 um 31 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Landwirtschaftsfläche um sieben Prozent reduziert.

Weniger Bauernbetriebe aber mehr Menschen

Während 2000 noch 70'537 landwirtschaftliche Betriebe existierten, sind es 2020 nur noch 49'363. Dies entspricht einer Reduktion von 30 Prozent. Im krassen Gegensatz dazu wuchs die Bevölkerung im gleichen Zeitraum von rund 7,2 Millionen auf fast 8,7 Millionen Menschen an, was einem Wachstum von 20 Prozent entspricht! Ungefähr 80 Prozent der Zuwanderung in diesem Zeitraum ist durch Nettomigration entstanden. Die Konsequenz: Während ein Bauernbetrieb 2000 noch 102 Einwohner versorgen musste, sind es 2020 bereits 176 Einwohner! Das bedeutet: Bauernbetriebe müssen theoretisch 72 Prozent mehr leisten, um die Bevölkerung zu versorgen.

Gemäss Daten der Weltbank hat die Schweiz im Vergleich mit den angrenzenden Ländern die kleinste Ackerfläche pro Kopf. Frankreich besitzt am meisten Ackerfläche pro Kopf (27 Aren), danach folgt Österreich mit 15 Aren, Deutschland (14,1 Aren) und Italien (11,1 Aren). Im Gegensatz dazu muss sich die Schweiz mit 4,7 Aren begnügen und hat somit die kleinere Fläche pro Kopf als Liechtenstein (5,7 Aren).

Die Rechnung geht nicht auf

Trotz der geringen Ackerfläche soll auch der Nutztierbestand in der Schweiz mithilfe der faktenfremden Massentierhaltungs-Initiative reduziert werden. Anders als die Initianten behaupten, ist Schweizer Fleisch gesund, nachhaltig und nach den höchsten Tierwohlstandards der Welt produziert. Die Regulierungen im Bereich des Tierwohls legen die Höchstbestände, die Transporte sowie die Schlachtung, um nur einige davon aufzuzählen, fest. Rund zwei Drittel der Landwirtschaftsfläche bilden Wiesen- und Weideflächen, welche für die menschliche Ernährung nutzlos sind, jedoch dank einer Nutztierhaltung in wertvolle Mineralstoffe, Vitamine und Proteine für den Menschen umgewandelt werden können. Dank den vielen Niederschlägen in der Schweiz muss für die Nutztierhaltung praktisch kein Trinkwasser verwendet werden.

Abschliessend stellt sich die Frage: Wie möchte Links-Grün die Ernährungssicherheit mit Schweizer Landwirtschaftsprodukten sicherstellen, wenn gleichzeitig immer mehr Forderungen und Gesetzte an die Landwirte gestellt werden und aufgrund der verfehlten Zuwanderungspolitik immer weniger Landwirtschaftsfläche und Handlungsspielraum zu Verfügung stehen? Ich kann Ihnen diese Frage leider nicht beantworten.

Ich kann Ihnen nur versichern, dass ich mich weiterhin für eine produzierende Landwirtschaft einsetze, welche den Rohstoff für die besten und nachhaltigsten Lebensmittel der Welt liefert.

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