1177 Käse angemeldet – Rekord an den Swiss Cheese Awards in Fribourg

Die Stadt Fribourg ist Gastgeber bei den 14. Swiss Cheese Awards. Über 1000 Käse wurden eingereicht.

An den 14. Swiss Cheese Awards in Fribourg, die noch bis am Sonntag, 11. Oktober 2026, andauern, konnte ein neuer Teilnahmerekord verbucht werden. 1177 Käse wurden zum nationalen Wettbewerb der Schweizer Käsebranche angemeldet. Die Swiss Cheese Awards finden nur alle zwei Jahre statt.

Internationale Jury prüft kritisch

Am Dienstag wurde der Käse von den 200 Jurymitgliedern in der Salle St-Léonard in Fribourg in 33 Kategorien beurteilt. Die internationale Jury setzte sich aus Käserinnen und Käsern, Affineuren, Exporteuren und weiteren Fachleuten aus der Käsebranche und Gastronomie zusammen. Auch aus dem Ausland, etwa aus den USA, Japan, der Türkei, Dänemark und unseren Nachbarländern, reisten Jurymitglieder an.

Erst noch Präsident von Swissherdbook, jetzt Jurymitglied: Markus Gerber aus Bellelay BE ist Tête de Moine-AOP‑Milchproduzent. (Bild: Peter Fankhauser)

Nach verschiedenen Kriterien bewertet

Im grossen Saal stehen die Tische mit Käse in Reih und Glied. Hier findet man neben dem Gruyère AOP auch den Gruyère Alpage, Sbrinz, Emmentaler AOP, Vacherin, Tête de Moine AOP, verschiedene Hart- und Weichkäse usw. Bewertet wird der Käse in seinem äusseren Erscheinungsbild, der Lochung, dem Teig, dem Aroma und dem Geschmack. Am Ende der Vorausscheidung steht in jeder der 33 Kategorien ein Siegerkäse fest.

«Es ist sicher eine Herausforderung, bei so vielen Verkostungen immer noch den richtigen Geschmack zu haben», sagte ein Jurymitglied gegenüber der BauernZeitung. Damit er sich voll auf die Awards und die Käse-Degustation habe einstellen können, habe er vorher zu Hause tagelang keinen Käse mehr gegessen.

Am Freitagabend, 9. Oktober, werden die drei Swiss Champions in den übergeordneten Kategorien Extrahart-/Hartkäse, Halbhartkäse sowie Weich-/Frischkäse von einer Superjury gekürt.

Diese Jurymitglieder müssen hier den Gruyère AOP-Käse bewerten. (Bild: Peter Fankhauser)

Foode Waste vermeiden

«Handwerkliches Können, regionale Vielfalt und gelebte Tradition und Innovation sind die Werte, die den Schweizer Käse ausmachen», schreibt Hans Aschwanden, Präsident von Fromarte, dem Dachverband der Schweizer Käsespezialisten, der den Wettbewerb organisiert und leitet, in einer Medienmitteilung.

Diesen Werten trägt man aber an den Swiss Cheese Awards auch damit Rechnung, dass die Wettbewerbskäse möglichst komplett konsumiert werden. Was nach der Jurierung übrigbleibt, wird den teilnehmenden Käserinnen und Käsern an der Gala-Veranstaltung vom Freitagabend aufgetischt. «So vermeiden wir Food Waste und sorgen dafür, dass die hochwertigen Käse auch nach dem Wettbewerb sinnvoll verwendet werden», sagt Martin Spahr, Chief Marketing Officer bei Switzerland Cheese Marketing.

Wird sich hier die Jury wohl einig? (Bild: Peter Fankhauser)

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