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Agroscope muss sparen: Bei diesen Forschungsthemen wird reduziert

Schrittweise stehen der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt des Bundes rund 10 Millionen Franken weniger pro Jahr zur Verfügung. Jetzt geht es für Agroscope ans Eingemachte – 58 Vollzeitstellen und die Tätigkeit zu einzelnen Themen werden gestrichen.

Anfang Jahr hat Agroscope sein neues Arbeitsprogramm für 2026 bis 2028 vorgestellt. Davon schlägt der Sparhammer des Bundes eine Ecke ab: «Aufgrund verschiedener von Parlament und Bundesrat beschlossener Sparmassnahmen weist das ordentliche Budget von Agroscope ein strukturelles Defizit von rund 10 Millionen Franken auf», teilt die Forschungsanstalt mit. Die Folge davon ist eine «Fokussierung des Forschungsportfolios».

Bisherige Massnahmen reichen nicht mehr aus

Bis Ende 2029 schrumpft das ordentliche Jahresbudget von Agroscope schrittweise um rund 10 Millionen Franken im Vergleich zu 2023. Dies im Zuge des Versuchs, die Bundesfinanzen zu sanieren. Nun reichen laut Agroscope die bisher ergriffenen Entlastungsmassnahmen nicht mehr aus, um das Budget der Forschungsanstalt langfristig ausgeglichen zu halten. «Strukturelle Massnahmen sind unumgänglich», heisst es in der Mitteilung.

Personal- und Sachkosten senken

Die Fokussierung der Forschungsthemen ab 2027 soll demnach sowohl Personal- als auch Sachkosten senken. Man werde sich dafür stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren – Agroscope nennt hierbei die Forschung zur Primärproduktion und zu den Umweltwirkungen der Landwirtschaft, gesetzliche Vollzugsaufgaben und die Politikberatung. Dies werde unter Orientierung an den Strategien des Bundesrats für eine standortangepasste Land- und Ernährungswirtschaft sowie an einer Weiterentwicklung wirtschaftlicher und umweltschonender Produktionssysteme geschehen. Agroscope sichere zudem weiterhin die genetischen Ressourcen (Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen) der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft für künftige Generationen.

Was aufgegeben wird

«Mit einer gezielten thematischen Fokussierung begrenzt Agroscope bewusst die negativen Auswirkungen der Sparmassnahmen», so das Communiqué. Die Forschungsanstalt macht jedoch keinen Hehl daraus, dass die Sparmassnahmen einschneidend seien – für die Institution, die Mitarbeitenden und die Forschung. 58 Vollzeitstellen werden gestrichen, wobei 43 Mitarbeitende von einer Stellenaufhebung betroffen seien. Für sie gilt der Sozialplan des Bundes. In folgenden Bereichen wird Agroscope nicht mehr aktiv sein:

  • Gesunde Ernährung und neue Lebensmittelprodukte
  • Alternative Nischenkulturen
  • Gewürz- und Medizinalpflanzen
  • Vertical Farming

In weiteren Themen werden die Aktivitäten teilweise reduziert oder angepasst.

Optimieren für weitere Kostensenkung

Agroscope prüft zusätzlich organisatorische und infrastrukturelle Optimierungen, um die Kosten weiter zu reduzieren. Weiter wolle man Synergien zu anderen Forschungsinstitutionen nutzen.

Mit der notwendigen Fokussierung werde eine solide Basis für die Zukunft von Agroscope gelegt.