Züger Frischkäse will mit Filona den Käse-Import-Trend wieder umdrehen

Trotz Schweizer Milch und Produktion sei der Frischkäse unter der Marke Filona günstiger als die bekannten Grössen aus dem Ausland. Das stimmt die Züger Frischkäse AG zuversichtlich, Philadelphia und Co. die Stirn bieten zu können.

Es ist auf negative Weise ein historisches Ereignis, dass die Schweiz erstmals mehr Käse importiert als exportiert. Ein Drittel der Importe entfalle dabei auf die Kategorie Frischkäse und Quark, gibt die Züger Frischkäse AG in einer Mitteilung zu bedenken. Das St. Galler Unternehmen sieht sich in einer guten Ausgangsposition, um bekannte ausländische Marken konkurrenzieren zu können.

Neue Absatzmöglichkeiten

Im Frühling 2023 hat Züger die Marke Filona von Coop übernommen, die drei Sorten Frischkäse (nature, Kräuter und laktosefrei) sind nun sichtbar eine Züger-Marke. Das biete die Möglichkeit, das Produkt auch in weiteren Absatzkanälen anzubieten. Laut Mitteilung ist Filona inzwischen auch bei Volg und Spar erhältlich.

Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft

Bisher habe man 1,5 Millionen Packungen Filona-Frischkäse verkaufen können, heisst es weiter. Züger ist überzeugt, dass damit das Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Daher wolle man weiter kräftig ins Marketing investieren. Denn es brauche weitere Detailhändler, die Filona neben (oder statt) Philadelphia, Contadou und Tartare in ihr Sortiment aufnehmen.

Schweizer Qualität und günstiger

Bis die Rede sein wird von einer Filona- statt der bekannten Philadelphia-Torte, dürfte es noch eine Weile dauern. Aber der St. Galler Milchverarbeiter gibt sich zuversichtlich, gegen die Grossen aus dem Ausland bestehen zu können. Der einheimische Frischkäse punkte mit Schweizer Milch und Qualität und ausserdem mit einem günstigeren Preis im Vergleich zu «margenträchtigen» ausländischen Marken.

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