Knappes Proteinfutter – rund 16000 t aus Pflichtlager freigegeben
Auf dem Weltmarkt seien derzeit genügend Proteinträger verfügbar, teilt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) mit. Der Engpass liege vielmehr bei den Transportwegen durch Europa und in die Schweiz: Rhein und Donau sind wegen Niedrigwasser begrenzt schiffbar, der Güterverkehr verlagert sich seit Wochen auf Schiene und Strasse. «Daher schaffen es die Schweizer Importeure nicht, genügend Proteinträger zu Futterzwecken einzuführen», beschreibt das BWL die Lage.
20 Prozent der Gesamtmenge beziehbar
Bereits als der Rhein 2018 nur wenig Wasser führte, wurde ein Teil der Pflichtlager freigegeben. Heute ist das wieder der Fall: Das BWL bewilligt bis spätestens Ende Februar 2027 den Bezug von maximal 16 000 t Proteinträgern zu Futterzwecken, was 20 Prozent der eingelagerten Gesamtmenge entspricht. «Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, kann Departementschef Guy Parmelin per Verordnung die gesamte Menge der Pflichtlager für Bezüge freigeben», so das BWL.
Reicht allein für zwei Monate
Insgesamt sollten die Pflichtlager gemäss Zielvorgabe den Bedarf für zwei Monate vollständig decken können. Von besonderer Bedeutung bei den Proteinträgern zu Futterzwecken sei Sojaschrot, heisst es in der Mitteilung weiter. Hier sei die Schweiz fast vollständig auf Importe angewiesen.

