Gross, knackig, frisch und aromatisch sollen sie sein. Solche Kirschen sind derzeit beim Kreisel in Gelfingen im Luzerner Seetal zu haben. Dort verkaufen Mutter Marlis und Tochter Jolanda Trösch, die Partnerin von Betriebsleiter Jakob Müller, die baumfrischen Früchte an Lauf- und viele Stammkunden an der rege befahrenen Strasse. Der Verkaufsstand ist bedient, da muss was gehen während den Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, 13 bis 18.30 Uhr, und samstags 10 bis 18.30 Uhr.
Hauptabnehmer Fenaco
Der Betrieb Bodenacherhof liegt gleich in der Nähe, so wird bei Bedarf frische Ware in den Kisten zum Verkaufsstand gebracht und dort in die Kilokartons abgefüllt. Zehn Franken kostet ein solches Körbchen. Der Absatz sei sehr gut, Marlis Müller hat viele Stammkunden, die gezielt wegen ihrer Kirschen kämen, und an der Strasse kommen viele Laufkunden dazu. Die Hauptmenge wird allerdings nicht direkt vermarktet, sondern an die Obsthalle Sursee der Fenaco geliefert.
Der Landwirtschaftsbetrieb von Jakob Müller ist 17,5 ha gross, Hauptbetriebszweige sind Schweinezucht (45 Sauenplätze), Schweinemast (200 Plätze) und Grossviehmast (80 Plätze). Die Fläche wird vor allem ackerbaulich genutzt, mit Mais und Getreide. Auf 115 Aren werden Kirschen in einer gedeckten und gegen die Kirschessigfliege eingenetzten und bewässerten Anlage produziert.

Frühe Ernte
Bereits gepflückt ist für den Direktverkauf die frühe Sorte Burlat. Angebaut werden auch Bellise und Georgia. In den letzten Tagen wurde die Sorte Wanda geerntet. Aufs Wochenende werden die ersten Cordia gepflückt, den Abschluss machen die späten Regina. Die Kirschenernte startete vor zwei Wochen und endet in drei Wochen. Müller ist froh, dass die diesjährige Ernte recht früh begann und so die Hauptmenge noch vor den Ferien abgesetzt werden könne. Die Ferienzeit hemme den Absatz jeweils sehr stark.
Knackige Früchte
Jakob Müller ist mit dem diesjährigen Ernteverlauf sehr zufrieden. Menge und Qualität seien hervorragend. «Das können wir brauchen nach den schwierigen Vorjahren, wo wegen Frost die Ernte gering ausfiel.» Die Mengenprognosen lägen über jenen der letzten fünf Jahre. Das Absatzpotenzial sei aber durchaus gegeben. Für eine gute Qualität seien die Kunden durchaus bereit, im Direktverkauf faire Preise zu zahlen. Aber knackig müssten die Früchte sein, betont Müller. Weiche Früchte seien auch bei Kirschen verpönt. Gerade an heissen Tagen liege es nicht drin, zu lange mit Pflücken und der Vermarktung zuzuwarten.

