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Denner testet, ob die Kundschaft robuste Kartoffelsorten kaufen würde

Der Discounter beteiligt sich zusammen mit IP-Suisse an einem Forschungsprojekt zu robusten Kartoffelsorten. Im Zentrum steht deren Markteinführung.

Mit neuen Sorten kann man im Kartoffelbau Pflanzenschutzmittel (PSM) einsparen. Die Branche hat in einer Zielvereinbarung mit dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) beschlossen, dass robuste Sorten bis 2028 auf 25 Prozent der Anbaufläche wachsen sollen – bis 2040 sogar auf 80 Prozent.

«Hinter der Vereinbarung steht die gesamte Schweizer Kartoffelbranche mit Produktion, Handel und Verarbeitungsindustrie», hiess es vor zwei Jahren seitens Swisspatat, als die Zielvereinbarung unterzeichnet wurde. Es werde sich also die ganze Wertschöpfungskette der Kartoffelwirtschaft engagieren.

Weniger Krankheiten, weniger PSM, weniger Ernteausfälle

Nun informiert Denner in einer Mitteilung über sein Engagement in dieser Sache. So unterstützt der Discounter zusammen mit IP-Suisse finanziell ein Projekt der Berner Fachhochschule.

Die robusten Sorten sollen weniger anfällig gegen Kraut- und Knollenfäule, aber auch resilienter gegen Wetterextreme wie Hitze oder Trockenheit sein. «Eine erhöhte Nutzung der robusten Sorten würde den Schweizer Bäuer(innen) helfen», lässt sich Lisa Züger in der Mitteilung zitieren.

Weniger Krankheiten bedeuteten weniger PSM-Einsatz und weniger Ernteausfälle, fährt die Leiterin Nachhaltigkeit bei Denner fort. Deswegen unterstütze man dieses vielversprechende Forschungsprojekt. «Unser Ziel: Die Sorten künftig vermehrt in unseren Filialen anbieten – sobald sie marktfähig sind», so Züger.

Für Denner «zentrale Massnahmen», um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

Das ist ein Knackpunkt, denn robuste Sorten unterscheiden sich nicht nur agronomisch von den lange etablierten. Laut Stefan Vogel von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) sind die Knollen etwa runder statt länglich oval, andere teilweise unförmig oder hätten eine optisch weniger schöne Schale.

In diesem Projekt geht es daher darum, die «geschmackliche und visuelle Akzeptanz robuster Sorten bei den Konsument(innen) zu testen», heisst es in der Mitteilung von Denner. Damit schlage der Discounter eine wichtige Brücke vom Anbau bis zum Kunden und fördere die Markteinführung nachhaltiger Kartoffelsorten.

«Der dadurch erreichbare Schutz der Biodiversität und die Reduktion der Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette sind für Denner zwei zentrale Massnahmen, um die gesteckten Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Klima und Nachhaltigkeit zu erreichen.»

Kostenlose Produktproben für die Denner-Kund(innen)

Bereits im Frühling 2026 hat ein 80-köpfiges Konsumenten-Degustationspanel an der HAFL sechs robuste Sorten (je drei Speise- und drei Verarbeitungssorten) getestet. Sie werden heuer im dritten Jahr auf sechs Praxisbetrieben unter reduziertem Fungizideinsatz angebaut.

Im Herbst 2026 verteilt Denner seiner Kundschaft in ausgewählten Filialen kostenlose Produktproben. Gleichzeitig werde ein Kundenfeedback eingeholt. «Sollte die Rückmeldung positiv ausfallen, wird Denner eine langfristige Aufnahme ins Sortiment prüfen», kündigt der Discounter an.

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