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Traktor schluckt Rapsöl

Das Interesse an alternativen Treibstoffen in der Landwirtschaft wächst, insbesondere in Deutschland. Eine neue Marktübersicht des Technologie- und Förderzentrums gibt aufschlussreiche Informationen zu zugelassenen Kraftstoffen für Landmaschinen. In der Schweiz hingegen bleibt die Verfügbarkeit solcher Treibstoffe begrenzt.

In der Europäischen Union, allen voran in Deutschland, wächst das Interesse an alternativen Treibstoffen in der Landwirtschaft deutlich. Viele Betriebe beschäftigen sich dort intensiv mit der Frage, ob bestehende Traktoren und Maschinen bereits mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden können.

Für mehr Transparenz sorgt eine neue Marktübersicht des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing (Deutschland). Die Liste wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat geförderten Projekts «TrAkzeptanz» erstellt. Sie wertet Herstellerfreigaben aus und zeigt für zahlreiche Landmaschinen, welche alternativen Kraftstoffe zugelassen sind. Dazu zählen unter anderem HVO-Diesel, Biodiesel-Blends sowie teilweise höhere Beimischungen wie B100.

Damit erhalten Betriebe eine praxisnahe Orientierung, um zu prüfen, welche Fahrzeuge bereits heute für alternative Kraftstoffe geeignet sind und welche technischen Vorgaben gelten.

Gleichzeitig bleibt die Situation in der Schweiz eingeschränkt: Obwohl viele Maschinen technisch kompatibel wären, ist die Verfügbarkeit entsprechender Kraftstoffe im öffentlichen Tankstellennetz noch gering. Vor allem HVO und ähnliche erneuerbare Diesel sind meist nur punktuell oder über Flottenlösungen erhältlich, während konventioneller Diesel weiterhin dominiert. Die Übersicht verdeutlicht damit die technischen Möglichkeiten, aber auch die aktuellen Grenzen der Infrastruktur.