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Energiemanagement im Klimawandel

Die Reduktion fossiler Energieträger in der Landwirtschaft kann nicht nur zur Senkung der Klimawirkung beitragen, sondern auch Kosten sparen. Innovative Ansätze wie der Einsatz von LEDs, Elektromotoren und Wärmerückgewinnung bieten vielfältige Einsparmöglichkeiten.

Die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas gehört zu den grössten Treibern des Klimawandels. Die Reduktion fossiler Energieträger ist zwar nicht die grösste Stellschraube in der Landwirtschaft, kann aber zur Senkung der Klimawirkung beitragen und Kosten sparen.

Mit der Verwendung von LEDs und Energiesparlampen statt Glühbirnen können bis zu 80 Prozent eingespart werden. Stationäre Arbeiten sollten, wenn möglich, mit einem Elektromotor statt mit einem Verbrennungsmotor erledigt werden. Elektromotoren sind sehr effizient und verursachen nur etwa halb so hohe Energiekosten wie Dieselmotoren.

Eine weitere Möglichkeit, den Stromverbrauch zu senken, ist es, Boiler entweder nur bei Bedarf einzuschalten oder durch einen Durchlauferhitzer zu ersetzen. Beim Traktoreinsatz verringert ein hoher Reifendruck auf Strassen den Spritverbrauch. Auch lässt sich mit Aspekten wie Drehzahlbereich, Getriebeabstufung und Bearbeitungstiefe spielen. Die bei der Milchabkühlung entzogene Wärme kann mithilfe einer Wärmerückgewinnungsanlage genutzt werden, um den Energieverbrauch durch separate Boiler zu reduzieren. Weitere Möglichkeiten sind energieeffiziente Ferkelnester, Wärmerückgewinnung aus der Stallabluft und das Dämmen von Rohrleitungen.

Hier gibt es weitere Tipps und Tricks zum Energiemanagement im Klimawandel.


Standpunkt

Wichtig ist, anzufangen!
Regenerative Energien sind für uns ein sehr wichtiges Thema. Zuerst muss man sich einen Überblick über den aktuellen Energieverbrauch auf dem Hof verschaffen, um ein Gespür für die Einsparmöglichkeiten zu entwickeln.

Kommentar vonFlorian Reyer, Hofgemeinschaft Heggelbach, Baden-Württemberg
Kommentar vonFlorian Reyer, Hofgemeinschaft Heggelbach, Baden-Württemberg

Wir haben Photovoltaikanlagen auf den Dächern und ausserdem einen Holzvergaser, der ein Blockheizkraftwerk antreibt. Die Wärme wird in den Hofgebäuden verteilt und das Wärmenetz kontinuierlich ausgebaut, um eine möglichst effiziente Nutzung zu erreichen. Unsere Verarbeitung haben wir von Gas auf Photovoltaikstrom umgestellt.

Zudem haben wir Vorrichtungen, um den Reifendruck der Traktoren je nach Arbeit schnell anpassen zu können. Bei der Bodenbearbeitung sparen wir Energie durch flache, flächige und nur partielle Lockerung. Und wir testen eine Agri-Photovoltaik-Anlage. Langfristig wollen wir einen E-Radlader, und auch E-Traktoren sind vorstellbar.

Ich finde es wichtig, Stromerzeugung und -verbrauch lokal zu lösen. Die Möglichkeiten sind vielfältig – wichtig ist, anzufangen.

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