Ein Marktstand ist die perfekte Werbefläche – vorausgesetzt, er wird dazu genutzt. Schön gestaltet und gross beschriftet, bietet er viel Potenzial, neue Kunden auf den eigenen Betrieb aufmerksam zu machen oder bestehende Kunden auf das eigene Logo zu sensibilisieren. Sie sollen auch fernab des Wochenmarktes die Hofprodukte wiedererkennen und kaufen.
Sinnvollerweise wird der Marktstand von allen Seiten beschriftet. Die beste Werbung sind natürlich die feinen Hofprodukte, die sorgfältig am Marktstand zum Verkauf bereitliegen, und die freundliche Bedienung hinter dem Stand.
Wer verkauft hier Hofprodukte?
Es ist Samstag, Stand an Stand reiht sich in den Gassen. Ein schönes Bild. Beim Blick über den Markt hinweg fällt auf, dass viele Stände kaum beschriftet sind oder nur mit einem kleinen Schild, das von weit weg nicht gelesen werden kann. Die Marktbesucher(innen) kennen die Produzenten, so der Grund, weshalb die Beschriftung oft fehlt.
Es gibt viele wiederkehrende Kunden, die den Stand und die angebotenen Produkte schätzen. Würde man sie jedoch zur Herkunft der Rohprodukte fragen, könnten mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht alle sagen, wer sie produziert hat.
«Man will auch nicht immer nachfragen und auf dem Markt wird von regionalen Produkten ausgegangen», lautet eine Kundenmeinung. Sich den Namen des Betriebs zu merken, ist nicht nötig, da alle jeweils denselben Marktplatz einnehmen. Auffinden ist also kein Problem.
Die Langzeitwirkung eines Logos
Doch es gibt auch neue Besuchende oder Personen mit regionalem Bewusstsein, die gerne wissen würden, woher die Produkte stammen. Schöne Produkte vom eigenen Betrieb zu verkaufen, darf die Betriebsleitenden stolz machen, und daher darf man sich gerne mit Hofnamen und Logo präsentieren.
Auch geschätzt wird von der Kundschaft, dass am Marktstand klar ersichtlich ist, welche Produkte vom eigenen Betrieb und welche von Partnerbetrieben stammen. Mit gut beschilderten Kisten und Tablaren ist diese Dienstleistung einfach umzusetzen und schafft Transparenz.
Mit klarer Beschriftung auf den Produkten, an der Plane des Marktstandes, allenfalls am Firmenbus oder auf der Verkaufsbekleidung prägt sich ein Logo bei den Kunden ins Gedächtnis ein. Kann man Produkte an Wiederverkäufer liefern oder hat man noch andere eigene Verkaufsstellen, so erkennen diese Kunden das Logo und greifen eher zu, weil sie wissen, wie diese Produkte schmecken.

Etiketten und Offenverkauf
Der Marktstand als Ganzes ist eine Werbefläche. So auch die Produkte, die auf dem Marktstand stehen. Diese sind wahrscheinlich die beste Werbung, vor allem dann, wenn sie geschmacklich bei den Kunden gut ankommen. Doch bis das Produkt mit dem Geschmack punkten kann, muss es erst mal den Weg in die Einkaufstasche finden. Dafür sorgen schöne, informative Etiketten und eine durchdachte Warenpräsentation.
Sauber und gerade aufkleben
Sauber und gerade aufgeklebt verleihen die Etiketten dem Produkt einen professionellen Auftritt. Diese Etikette bleibt am Produkt, bis es aufgegessen ist. So werden Kunden tagtäglich an den Betrieb und hoffentlich an das Logo des Betriebs erinnert und verknüpfen es im Gehirn mit positiven Emotionen. Beispielsweise: «Diese Konfitüre ist köstlich! Davon könnte ich mehr essen», oder «Schmeckt so gut, wie der Fruchtaufstrich von Mama.»
Offene Produkte klar beschildern
Im Offenverkauf benötigen die Produkte keine Etiketten, denn das kompetente Verkaufspersonal kann auf Wunsch Auskunft geben. Ein Hinweis, dass das Personal gerne über die Produkte und über Allergene informiert, ist wichtig.
Für die Beschilderung der Produkte gibt es diverse Möglichkeiten: Schön sind kleine schwarze Tafeln, die mit weissem Stift beschriftet und mit einer Klammer an die Kisten befestigt werden können. Es geht auch ohne schwarze Tafeln. Das Wichtigste ist jedoch immer eine saubere und einheitliche Beschriftung, die bei Wind und Wetter nicht zerknittert oder wegfliegt, sondern schön bleibt. Zudem werden Aufschriften wie «hofeigener Honig» oder «Kopfsalat der Familie Muster, Untersiggenthal» geschätzt.
Verkaufstafeln: Einladung zum Verweilen
Tafeln direkt am Stand helfen dabei, die Aufmerksamkeit der Kunden zu wecken. Auf diesen Verkaufstafeln kann ein aktuelles Produkt beworben werden oder es steht eine nette Begrüssung darauf.
Ist auf der Tafel zusätzlich ein Logo oder Hofname vertreten, so ist diese Tafel automatisch eine gute Werbung. Selbst dann, wenn nichts gekauft wird. Daneben hilft eine schöne Dekoration im Sinne einer ausgefallenen Warenpräsentation, die Kunden zum kurzen Verweilen einzuladen. Je nach Marktreglement ist die Nutzung der Marktstandumgebung mehr oder weniger erlaubt.

Einheitliche Kleidung mit Firmenlogo
Schöne Shirts oder Gilets runden das Bild des Marktstandes ab. Sofort ist für Kunden klar, wer am Stand arbeitet, und wer angesprochen werden darf. Eine passende, saubere Schürze wirkt hygienisch und professionell. Eine Hose, die beim Aufstellen des Marktstandes schmutzig wurde, lässt sich elegant abdecken.
Auch wenn bei jungen Mitarbeitenden Kapuzenpullover beliebt sind: Es ist nicht ratsam, im Winter die Kapuzen als Kappenersatz hochzuziehen. Sonst wirkt das Verkaufspersonal in sich gekehrt oder abweisend.
Ein freundliches Danke und auf Wiedersehen
Wie so oft sind die Menschen, die uns begegnen das Zentralste. Eine gute Bedienung am Marktstand, Tipps für die Küche, die Möglichkeit, etwas zu probieren, ein freundliches Lächeln oder etwas Humor erfreuen die Kunden und bringen sie dazu, das nächste Mal gerne wieder an diesem Marktstand einzukaufen. Das freundliche «Danke für Ihren Einkauf und auf Wiedersehen» rundet die Werbung in eigener Sache ab.

