Übersicht im Labelsalat: Was steckt hinter welchem Bio-Label?
Auf vielen Produkten im Detailhandel prangt der Schriftzug Bio oder Öko. Manche Bio-Label stellen höhere Anforderungen als andere – hier werden die wichtigsten Bio-Labels kurz erklärt.
Verschiedene Detailhändler haben ihre eigenen Logos für Bio-Produkte, hinter denen unterschiedliche Anforderungen stecken. (Bild Merkblatt Biolabels FiBL)
Verschiedene Detailhändler haben ihre eigenen Logos für Bio-Produkte, hinter denen unterschiedliche Anforderungen stecken. (Bild Merkblatt Biolabels FiBL)
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Einkaufen ist politisch und wird immer komplizierter. Wer biologische Produkte bevorzugt, muss sich zwischen verschiedenen Bio-Labels entscheiden. Allerdings garantiert nicht jedes Bio für dieselben Standards. Das Merkblatt des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau FiBL «Bio-Label kurz erklärt» bietet eine Orientierungshilfe zum Einkauf von Bioprodukten.
Grosser Unterschied: Gesamtbetrieblichkeit
Während in der Schweiz immer der ganze Betrieb biologisch produzieren muss, gilt dies nicht für Höfe im Ausland, die nach der EU-Bio-Verordnung arbeiten. Diese können auch nur einzelne Produktionseinheiten biologisch führen, sofern sie klar und wirksam vom nicht-biologischen Teil getrennt werden können.
Für ausländische Betriebe, die nach den Bio-Suisse-Richtlinen arbeiten und mit der Knospe zertifiziert sind, gilt ebenfalls die Gesamtbetrieblichkeit.
Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus dem FiBL-Merkblatt mit einer Übersicht über die wichtigsten Bio-Labels im Schweizer Detailhandel.
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Demeter
Hofläden
Bioläden
Reformhäuser
Coop und Mirgos
Apotheken
Onlinehandel
Ältestes Bio-Label
Weltweit gültige Richtlinien
Viele zusätzliche Anforderungen, die über jene von Bio Suisse hinausgehen
z. B. das Ausbringen biodynamischer Präparate (etwa aus Horn), wesensgemässe Tierhaltung ohne Enthornen und das Töten männlicher Küken
Nur 15 der 48 für Bio zugelassenen Zusatzstoffe sind erlaubt
Schweizer Produkte gemäss Richtlinien von Bio Suisse
Ausländische Bio-Produkte nach Bio Suisse (bevorzugt) oder EU-Bio-Verordnung
Vermeidung unnötiger Verarbeitungsschritte
möglichst schonende Verarbeitungsverfahren und Vermeidung chemischsynthetischer Zusatz und Verarbeitungshilfsstoffe (Bspw. keine UHT Milchprodukte, ManorBäckereien mit 100 % BiobrotSortiment).
100 Prozent aus biologischen landwirtschaftlichen Rohstoffen