Studie: Besseres Einkommen für Milchproduzenten mit Agrotourismus-Angebot

Eine Studie von Agroscope zeigt, dass Milchproduzenten, die zusätzlich Agrotourismus anbieten, ihr Einkommen und ihre Produktivität steigern können. Im Gegenteil dazu wurde bei der Direktvermarktung eine tiefere Produktivität festgestellt.

Rund 22 % der gesamten landwirtschaftlichen Produktion, das sind 2,5 Milliarden Franken, erwirtschaften Landwirtinnen und Landwirte mit der Milchproduktion. Da der Preisdruck auf die Milchviehbetriebe jedoch immer weiter wächst, versuchen viele Betriebe ihre Gewinnchancen mit neuen Diversifikationsstrategien zu verbessern.

Drei Diversifikationsstrategien untersucht

Zusammen mit einem externen Forschungspartner hat Agroscope drei verschiedene Strategien anhand von 3500 Milchviehbetrieben untersucht, so Agroscope. Die drei Strategien waren die starke Spezialisierung auf die Milchproduktion, Diversifikation mit Schwerpunkt Direktvermarktung und Diversifikation mit Schwerpunkt Agrotourismus.

Agrotourismus ergänzt die Milchproduktion am besten

Die Ergebnisse zeigten einen eindeutigen Vorteil für die Gruppe mit Agrotourismus, sowohl bezüglich Einkommen als auch bezüglich Arbeitsproduktivität, heisst es in der Mitteilung.

Betriebe mit Direktvermarktungen seien bezüglich Einkommen gleichauf mit Betrieben, die sich rein auf die Milchproduktion spezialisieren. Sie unterscheiden sich jedoch bei der Arbeitsproduktivität deutlich. So hätten Direktvermarktende eine deutlich tiefere Produktivität. Dies könnte zum einen daran liegen, dass der Arbeitsaufwand für die Herstellung der Milchprodukte unterschätzt wird oder die Vermarktungsstrategie nicht zur angestrebten Umsatzsteigerung führt, heisst es weiter.

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