«Ich liebe solche Anlässe, wo ich etwas lernen kann.» Dies sagte eine junge Frau am Schorniggelifescht der Obstproduzentenvereinigung Schwarzbubenland (OVS). «Wir haben kürzlich ein Haus gekauft mit etwas Umschwung, wo wir zwei, drei Obstbäume pflanzen wollen.» Wie das richtig gemacht werde, habe sie gerade erfahren. Im Namen der OVS hatte Familie Doppler am ersten Maisonntag ins solothurnische Witterswil eingeladen zum vierten Fest der kleinen, rundlichen unreifen Kirschenfruchtansätze.

Ein Neumitglied konnte gewonnen werden
Die künftige Steinobstproduzentin fuhr weiter, dass sie wohl gut beraten wäre, der Obstproduzentenvereinigung als Mitglied beizutreten. Sie lachte: «Es wäre doch wunderbar, wenn wir ganz schnell eigene Früchte ernten könnten.» Die Besuche des Obstgartens, wo Expertinnen und Experten geduldig Fragen beantworteten, waren gut frequentiert, besonders von der nichtbäuerlichen Bevölkerung. Nach dem Rundgang lockten Trettraktoren mit Anhängern Jung und Alt zu Rundfahrten auf dem grossen Hofplatz. Zwischendurch musste für diese Fahrten angestanden werden.

Eine Jahresernte winkt als Preis
Für fröhliche Unterhaltung sorgte wie in früheren Jahren der «Schorniggeliwurf». Da gab es Spezialistinnen und Spezialisten, auch aus den eigenen Reihen, die man während Stunden immer wieder am Werfen sah. Schliesslich winkte als Hauptpreis der ganze Ernteertrag eines Kirschbaums. Das Kuchen- und Tortenbuffet schien jedes Mal noch reichhaltiger, noch verlockender. Kein Wunder, dass gewisse Leute sich mehrere Male bedienten.

