Getrocknet ähnelt sie einer Koralle, doch sie gehört zu den Gurkengewächsen: die Luffa. Seit einiger Zeit begegnet sie uns immer öfter in verschiedenen Lebensbereichen, vor allem als Schwamm.
Luffa im Garten
Die Luffa- oder Schwammgurke ist ein Gewächs aus der Familie der Kürbisgewächse. In ihrer tropischen Ursprungsheimat wächst die Kletterpflanze bis zu 15 Meter hoch. In Asien wird die Gurke vor allem als Gemüse verwendet. Luffaschwämme bestehen aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Gurke. Damit aus dem Fruchtkörper ein brauchbarer Schwamm wird, muss die Gurke komplett ausreifen. Das braucht Zeit und Wärme – ein Gewächshaus ist in unseren Breitengraden daher von Vorteil.
Die Früchte verfärben sich mit der Zeit braun, im Innern bildet sich das feste Schwammgerüst und die Frucht beginnt hohl zu tönen. Ist sie ganz getrocknet, löst man von Hand die Schale ab. Zurück bleibt das Schwammgerüst, in dessen Innern sich die Samen verstecken. Diese werden durch beharrliches Klopfen, Drehen und Wenden aus dem Gerüst geschüttelt, bis nur noch der Schwamm zurückbleibt.
Putzen im Haushalt
Als Ersatz für den Putzschwamm lässt sich die Luffa für fast alle Reinigungsarbeiten einsetzen. Wegen ihrer faserigen Konsistenz eignet sie sich zum Scheuern, ohne die Oberfläche zu zerkratzen: Töpfe, Pfannen oder auch Küchenablage lassen sich damit perfekt reinigen. Allerdings ist etwas mehr Schrubben als bei einem herkömmlichen Schwamm nötig, dafür kann man damit auch eine Teflonpfanne reinigen. Für sehr empfindliche oder raue Oberflächen ist Luffa nicht zu empfehlen, diese werden besser mit einem nicht abrasivem Tuch gereinigt.
Auch erdiges Gemüse lässt sich mit einem nassen Luffaschwamm sehr gut säubern. Im Bad eignet sich die Luffa zum Reinigen der Badewanne und des Waschbeckens oder auch als Seifenablage.

Für die Körperpflege
Da das reine Naturprodukt keine Chemikalien oder schädlichen Farbstoffe enthält, ist es besonders gut verträglich für unsere Haut und kann ohne Bedenken zur Körperpflege verwendet werden. Aufgrund seiner Struktur ist eine Massage mit dem Naturschwamm besonders gut für die Durchblutung des Bindegewebes – oder ein Peeling.
Auch für das Gesicht kann der Naturschwamm verwendet werden. Er entfernt bei der Gesichtspflege abgestorbene Hautschüppchen. Wichtig: Den Naturschwamm vor Gebrauch unters Wasser halten, damit er schön weich wird. Auch die Hornhaut an den Füssen sanft zu entfernen, klappt mit der Luffagurke gut.
Tipps für die Pflege
Generell sollte man Schwämme oft mit Seife oder in der Spülmaschine reinigen. Luffas kann man bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen – oder für 30 Sekunden in die Mikrowelle legen. Kunststoffschwämme vertragen auch 60 Grad in der Waschmaschine oder im Geschirrspüler. Wichtig ist, keinen Weichspüler zu verwenden und den Schwamm in einen Wäschesack zu stecken.
Vor dem Wegräumen sollten alle Schwämme richtig trocken sein, um Schimmel- oder Bakterienwachstum zu vermeiden. Denn egal ob Kunststoff oder Natur; Schwämme sind in den meisten Haushalten eine regelrechte «Bakterienschleuder», weil sie zu lange benutzt und zu wenig gewechselt werden und/oder zu lange feucht bleiben. Oft befinden sich in einem Schwamm sehr viel mehr Bakterien als auf einer WC-Brille.
Verwendet man Luffas für die Körperpflege, sollte daher jeder seinen eigenen Schwamm haben. Alle zwei bis drei Wochen sollte man ihn auswechseln, wenn man ihn täglich nutzt. Luffas im Haushalt etwa monatlich erneuern, spätestens aber, wenn sie gebraucht aussehen oder Lebensmittelreste in ihnen stecken. Luffas können im Kompost entsorgt werden. Das geht natürlich nur, wenn sie keine Chemikalien enthalten.

