1969, im Jahr der ersten Mondlandung, wurde das Bildungszentrum eröffnet. «Seit 40 Jahren betrat niemand mehr den Mond, nicht so diese landwirtschaftliche Ausbildungsstätte in Hohenrain», hielt Direktor Walter Gut in der Begrüssung fest.
Gute Führung
«Qualität, Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind unsere Erfolgsfaktoren», gab Prorektor Markus Höltschi zu verstehen. Die gelernte Landwirtin Angela Spiess-Bühlmann, Herlisberg, Präsidentin des Ehemaligenvereins Hohenrain, meinte humorvoll: «50 Jahr gut, das liegt doch daran, dass die Schule während den letzten 50 Jahren immer vom Namen Gut geführt wurde, vorher Hans Gut und jetzt Walter Gut.» Dafür gabs Applaus.
«Echtes Swiss Barbeque»
Unter den zahlreichen Gästen war auch Prominenz anzutreffen, so René Fessler und Hans Sägesser, beide einmal Lehrer an der Landwirtschaftlichen Schule (LWS) Hohenrain und später Direktor der LWS Willisau. Auch Nationalrat Leo Müller und ZMP-Präsident Thomas Oehen waren anwesend.
Am anschliessenden Bankett im Festzelt und Speisesaal bei Selbstbedienung konnte sich jedermann reichlich mit den feinen Speisen bedienen. So viele Leute, eine echte Herausforderung für das ganze Küchen- und Service-Team. Sie haben das mit Unterstützung des grossen Smokers der «Big Boys» gut gemeistert. Es gab ein «echtes Swiss Barbeque» mit Rinds-/Schweinebraten und Folien-Kartoffeln, dazu Salate in diversen Variationen.
Stimmen von ehemaligen Schülern des BBZN in Hohenrain (Fotos siehe Galerie):
Markus Egli
Betriebswirtschaft hat viel gebracht
Er ist aus Ruswil und besuchte die Winterschule 1979/80, als die LWS Hohenrain ihr Zehnjähriges feierte. Er bewirtschaftet einen 12-Hektar-Betrieb, heute mit Mutterkühen, etwas Ackerbau und Pferdehaltung. Leider habe er vor einigen Jahren rund 20 ha Pachtland verloren und in der Folge die Milchwirtschaft aufgeben müssen und auf die heutige Betriebsform umgestellt. Nebenbei habe er noch ein kleineres Lohnunternehmen aufgebaut. Die LWS in Hohenrain habe ihm sehr viel gebracht, besonders auch das betriebswirtschaftliche Denken von Direktor Hans Gut.
Jvan Estermann
Geistige Beweglichkeit ist wichtig
Jvan Estermann führt einen
14,5 Hektar grossen Betrieb in Nunwil am Baldeggersee. Er besuchte 1993/94 die letzten Winterkurse an der LWS Hohenrain. «Die Schule habe ich in bester Erinnerung. Es herrschte ein guter Klassengeist, deshalb freut mich das Wiedersehen», so Estermann. Betrieblich habe er eine grosse Änderung hinter sich, nämlich die Umstellung auf Ackerbau und Heuproduktion, dies als Folge der Auflösung einer Betriebsgemeinschaft. Schon in der LWS habe man gelernt, geistig beweglich zu bleiben und das sei auch in Zukunft wichtig.
René Helfenstein
Viel Respekt für das BBZN Hohenrain
Er bewirtschaftet in Sempach einen 27-Hektar-Betrieb mit Milchvieh, Schweinehaltung und Sportpferdezucht. Er
hat die LWS in den Jahren 1992/93 besucht. Er habe seine ganze landwirtschaftliche Ausbildung vom Lehrling bis zum Meisterlandwirt in Hohenrain geholt. Er habe auch heute noch hohen Respekt vor diesem Bildungsinstitut, denn es bereite die jungen Landwirte sehr gut auf ihre Zukunft als Unternehmer vor. Die Zukunft werde diesbzüglich nicht einfacher. Heute freue er sich aber speziell auf das Treffen mit den Ehemaligen
Claudia Wiget-Bünter
Viel gelernt für den Zweitberuf
Sie ist aus Steinen SZ, gelernte Landwirtin und mit Ehemann Bruno Wiget da. Sie bewirtschaften einen 21-Hektar-Betrieb mit Mutterkuhhaltung und produzieren Natura-Veal für Coop. Claudia Wieget hat 2003/2004 die Schule in Hohenrain besucht. Die gelernte Gärtnerin wählte Landwirtin zum Zweitberuf. Sie habe sich in der Schule sehr gut gefühlt und viel gelernt. Für ihren Betrieb sieht sie positiv in die Zukunft, denn sie glaubt an Natura Veal als qualitativ hochstehendes und anspruchsvolles Produkt, das nicht so leicht nachgeahmt werden kann und vom Markt gefragt bleibe.
Weitere Bilder finden sie unter: www.bbzn.lu.ch/jubilaeum2019

