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Trockenheit beschäftigt Politik und Landwirtschaft

Die Trockenheit des Sommers 2026 schlägt sich auch in der politischen Debatte nieder. Der Bund hat schon länger Massnahmen ergriffen, mit einem Aktionsplan und einer Klimastrategie.

Der trockene Sommer 2026 setzt der Landwirtschaft zu: So weist Agristat in den provisorischen Schlachtvieh­statistiken für Juni im Vergleich zum Vorjahr mehr Schlachtungen von Stieren (+13,9 %), Rindern (+19,7 %) und Kühen (+19,3 %) aus. Darüber hinaus entstehen in der politischen Debatte wieder neue Ideen: So sollen etwa agrarpolitische Vorgaben flexibler ausgelegt werden, die Zucht trockenheitstoleranter Sorten stärker gefördert oder der Bau von Regenwasserspeichern vereinfacht werden.

In der aktuellen Debatte sind zwei Dinge bemerkenswert: Einerseits sind es viele Exponenten aus der SVP, die stärkere Unterstützungsmassnahmen fordern – obwohl die Partei in Sachen Klimaschutz und Klimaanpassung Fortschritten mindestens skeptisch gegenübersteht. Auf diesen Widerspruch machen darum wenig über­raschend viele Berichte aufmerksam.

Der Bund hat einen Aktionsplan und eine Klimastrategie

Andererseits geht etwa vergessen, welche Massnahmen bereits ergriffen werden: Seit 2012 verfügt der Bund über eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel; der zugehörige Aktionsplan 2020 – 2025 umfasste 75 Massnahmen, unter anderem im Sektor Landwirtschaft. Seit Mai 2025 betreiben das Bundesamt für Umwelt, Meteo Schweiz und Swisstopo mit der Website trockenheit.ch ein nationales Früherkennungs- und Warnsystem für Trockenheit. Über die Struktur­verbesserungen unterstützt das BLW Bewässerungsanlagen, Wasser­versorgungen und Speicherbecken.

Und dann gibt es noch die Klima­strategie Landwirtschaft und Ernährung. Diese Grundlage ‒ verfasst vom Bundesamt für Landwirtschaft, vom Bundesamt für Umwelt sowie vom Bundesamt für Lebensmittel­sicherheit und Veterinärwesen im Auftrag des Parlaments ‒ will die Produktion klima- und standort­angepasst ausrichten und einen Selbstversorgungsgrad von 
mindestens 50 Prozent halten.

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