Pflanzenkohle aus dem Flaachtal

In einer neuen Anlage wird im zürcherischen Weinland Pflanzenkohle für Landwirtschaft und Gartenbau produziert. Neben dem klimaschonenden Produkt ist auch die Anlage in dieser Hinsicht durchdacht.

Pflanzenkohle kann den Boden hinsichtlich Wasser- und Nährstoffspeicher verbessern und bindet pro Tonne 2,7 Tonnen CO2. Ausserdem reduziert sie Lachgas- und Methanausstoss. Aber auch für die Tierhaltung ist das schwarze Pulver interessant, da es Giftstoffe binden und die Verdauung unterstützen kann.

Eine regionale Anlage

So listet der Auen Pflege Dienst (APD AG) unter der Leitung von Toni Meier die Vorteile der Pflanzenkohle auf. Bisher mussten er und die anderen Teilnehmer des "AgroCO2ncepts" im Flaachtal das Material von der einzigen Pyrolyse-Anlage in der Schweiz, der Verora in Emmen LU beziehen. Jetzt haben die Flaachtaler ihre eigene Anlage.

Eine Tonne pro Tag

Die vollautomatische Anlage der Firma Biomacon Rehburg DE produziert eine Tonne Pflanzenkohle aus regionalen Holzschnitzeln. Initiiert habend en Bau der Pyrolyse-Anlage Toni Meier und Hanspeter Breiter, beide von der APD AG in Flaach ZH.

Energieneutral und geschlossen

Wie die APD schriebt, ist die Flaacher Anlage ein geschlossenes, energieneutrales System. Die angelieferten Holzschnitzel werden mit Abwärme getrocknet, die fertige Kohle in Big-Bags verpackt transportiert. Was an Abwärme übrig bleibt, wird in einem Wärmeverbund eingespiesen und heizt damit die naheliegenden Gewerbebetriebe. Betrieben wird die Pyrolyse-Anlage über Solarenegie vom Dach.

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