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Gastbeitrag: Was für ein Jahr liegt hinter, was für ein Jahr liegt vor uns!

In ihrem Gastbeitrag zum Jahresende werfen Markus Ritter und Martin Rufer einen Blick voraus auf die Herausforderungen 2021. Im Mittelpunkt stehen aus ihrer Sicht die Pflanzenschutz-Initiativen.

2020 war für die Schweiz ein denkwürdiges Jahr. Das liegt vor allem an der Corona-Pandemie, welche die Bevölkerung, die Wirtschaft und die Behörden seit März in Atem hält. Die Landwirtschaft ist – Einzelfälle ausgenommen – im Grossen und Ganzen glimpflich davongekommen. Die Hofläden erfuhren sogar einen wahren Boom.

Die Abstimmungen werden kein Sonntagsspaziergang

Jetzt müssen wir dafür sorgen, diesen positiven Effekt zu erhalten. Der Lockdown hat auch zu einer Aussetzung der politischen Fristen geführt, weshalb sich die Behandlungen und der Abstimmungstermin für die beiden Pflanzenschutz-Initiativen «Für sauberes Trinkwasser» und «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» weiter verschoben hat. Unterdessen ist klar: Die Abstimmung findet am 13. Juni 2021 statt. Der Bundesrat, der Nationalrat und der Ständerat empfehlen beide Initiativen deutlich zur Ablehnung. Dennoch wird es kein Sonntagsspaziergang, das Volk von einem doppelten Nein zu überzeugen. Das Parlament hat eine eigene Initiative als Antwort auf beide Volksinitiativen im Pestizid-Bereich erarbeitet. Diese ist unterdessen mehr als eine glaubwürdige Antwort auf die beiden Volksinitiativen «Für sauberes Trinkwasser» und «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide». Sie wird der Landwirtschaft einiges abverlangen!

Allgemein war 2020 ein gutes Jahr

Die Planung der Massnahmen für den Abstimmungskampf sind bei uns und unseren Mitgliedorganisationen bereits weit fortgeschritten. Wir sind überzeugt, dass es uns mit vereinten Kräften und allseitig grossem Engagement gelingen wird, das Volk davon zu überzeugen, dass die Initiativen zu extrem sowie nicht zielführend sind und enorme Folgen für den gesamten Land- und Ernährungssektor hätten. Wichtig ist es dabei, aufzuzeigen, dass die Landwirtschaft nicht stehenbleiben will, sondern stetig an weiteren Verbesserungen arbeitet.

Rein landwirtschaftlich betrachtet, dürfte das Jahr 2020 für die Mehrheit der Betriebe erfreulich ausfallen – ausgenommen die Zuckerrüben und die Weinbranche. Nach einer langen trockenen Phase im Frühling setzte der Regen gerade noch rechtzeitig ein. Die Erträge im Pflanzenbau sind meist gut, in der Tierproduktion zeichnet sich eine stabile Produktion bei gleichbleibenden oder höheren Preisen ab.

Freuen wir uns also wenigstens darüber und lassen wir uns nicht entmutigen. Wer die Hoffnung verliert, hat schon verloren. Wir bleiben optimistisch, wünschen Ihnen, liebe Bäuerinnen und Bauern, besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch. Machen wir gemeinsam das Jahr 2021 zu einem Erfolg!

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