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3,5 Prozent Acker-BFF verschoben: War das wirklich nötig?

Die Pflicht zu 3,5 Prozent Acker-BFF tritt nun doch erst 2025 in Kraft. Das ist, wie wenn man einen «Trumpf-Puur» gleich zu Beginn spielt, findet Redaktor Viktor Dubský.

Es ist Jassabend. Das erste Spiel hat gerade erst begonnen und der erste Spieler «brätscht» gleich mit dem «Trumpf-Puur» drauflos. Ergibt das Sinn? So oder ähnlich kam mir der Entscheid zur Verschiebung der 3,5 % Regel um ein weiteres Jahr vor.

Da hat man nun jahrelang über die Einführung debattiert; ein riesiges Trara mit Hin und Her. Endlich hat man alle Landwirte informiert. Sie haben – nicht ganz freiwillig – Ökowiesen gepflügt, Buntbrachen neu angelegt und sich bereit gemacht für die Regel. Und 25 Tage bevor diese in Kraft treten sollte, beschliesst der Nationalrat, mental mit der nächsten Bundesratswahl beschäftigt, dass sich die Inkraftsetzung nochmals um ein Jahr verschiebt.

Die Landwirte sind die «Lackierten»

Zu den «Lackierten» dieses Entscheids gehören für mich alle Landwirte, die sich angestrengt haben, damit ihr Betrieb ab nächstem Jahr die Norm erfüllt. «Ätschibätsch», sagt das Parlament und «Rosinenpicker» tönt es aus der Bevölkerung. Und was kommt dann in einem Jahr? Soll wieder über eine Verschiebung debattiert werden?

Politik ist ein Spiel. Die Landwirtschaft hätte mehr gewonnen, hätte sie ihren ersten Trumpf nicht so früh verspielt. v.dubsky@bauernzeitung.ch

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