1 Prozent mehr Teilnahme bei RAUS und BTS – Aufholbedarf bei Käsereimilch

Der Branchenstandard nachhaltige Milch setzt die Teilnahme an BTS, RAUS oder dem Weidebeitrag des Bundes voraus. 91 Prozent der Schweizer Milchbetriebe machen mit, aber nur ein Drittel der Käsereimilchproduzenten.

Für 2022 zeigt die Erhebung des Bundes eine weitere Zunahme bei den zentralen Tierwohlanforderungen des Grünen Teppichs (Branchenstandard nachhaltige Schweizer Milch), teilen die Schweizer Milchproduzenten (SMP) mit. Die Quote liegt somit bei 91 Prozent der Betriebe, ein Prozent mehr als noch 2021.

70 Prozent der Milch

Seit der Einführung 2019 konnte eine Gesamtmenge von 70 Prozent der Inlandmilch erreicht werden, die den Vorgaben des Grünen Teppichs genügt. Damit profitieren 95 der Schweizer Milchkühe von RAUS bzw. BTS. Es gibt aber markante Unterschiede: Während 90 Prozent der Molkereimilchbetriebe angemeldet sind, liegt die Quote bei der Käsereimilch bei nur 33 Prozent.

1 Prozent mehr Teilnahme bei RAUS und BTS – Aufholbedarf bei Käsereimilch
Nur zwei Prozent der hiesigen Milchwirtschaftsbetreibe sind weder für BTS noch RAUS oder GMF angemeldet.

Anmeldung ist jetzt zentral

«Es ist jetzt zentral, dass die letzten noch nicht angemeldeten Betriebe sich in der dbMilch einschreiben oder eine der Kompensationsmöglichkeiten beantragen», betonen die SMP. Denn ab 2024 darf nur noch Milch ver- und eingekauft werden, die dem Grünen Teppich entspricht. Da sich somit bis Ende Jahr auch alle Käsereimilchproduzenten angemeldet haben werden, werde auch 2023 das Tierwohl in der Schweizer Milchwirtschaft steigen, so die SMP.