Thema: Milchpreis

In Paraguay ist die Umstellung von Milch- auf Fleischproduktion schnell umgesetzt
Die Futterkosten steigen, aber der Milchpreis kaum. Um die Wertschöpfung zu verbessern wird nun auf dem Hof-Projekt von Michèle Huber auf Fleisch gesetzt und ein neues Projekt lanciert – mit Premiere am Ostersonntag.
Der Krieg zeigt es uns erbarmungslos: Die Agrar-Insel Schweiz ist eine Illusion
Der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen führen uns schonungslos vor Augen, wie Auslandabhängig wir sind. In dieser Situation ist es wichtiger denn je, seine Kosten zu kennen und diese im Griff zu haben, schreibt Chefredaktor Adrian Krebs.
«Der auf 78 Rappen eingefrorene Milchpreis ist eine Katastrophe»
Die Produzentenvertreter in der BOM hätten sich die Erhöhung des Richtpreises mit dessen Fixierung erkauft, kritisiert Big-M. Somit müssten alle weiteren Kostensteigerungen allein von den Produzenten getragen werden.
«Die Milchpreisanpassung ist absolut ungenügend»
Zwar begrüsst die Milchkommission von Uniterre die Erhöhung des Richtpreises für A-Milch, 5 Rappen seien aber deutlich zu wenig. Ausserdem hat die Kommission einen bösen Verdacht, warum sich unter anderem die BOM gegen die Direktauszahlung wehrt.
Mindestens 5 Rappen mehr für Käsereimilch, oder die Lage werde ernst
Die Kommission Käsereimilch der Schweizer Milchproduzenten (SMP) sieht eine Preisanpassung auch für silofreie Milch als dringend nötig an. Es gehe nicht um Gewinn, sondern darum, die Produktion attraktiv zu erhalten.
Die SMP sieht in der Erhöhung des Milch-Richtpreises einen guten Kompromiss
Die SMP begrüsst die Erhöhung des Milch-Richtpreises als guten Kompromiss. Ausserdem haben sie beschlossen, sich aktiv gegen die Massentierhaltungs-Initiative einzusetzen.
«Wir fordern ultimativ mehr Respekt vor der Arbeit der Produzenten»
Wegen der Umstellung der Migros auf IP-Suisse-Milch wurde die Milch von Faireswiss aus den Regalen verbannt. Das missfällt der Bauerngewerkschaft Uniterre. Sie protestierte in Freiburg.
«Die Richtpreiserhöhung muss auch bei den Produzenten ankommen»
Dass der Richtpreis für A-Milch ab Mitte April um 5 Rappen steigen soll, ist nach Meinung des Berner Bauern Verbands ein richtiger erster Schritt. Die Erhöhung müsse aber auch umgesetzt und die weitere Entwicklung im Auge behalten werden.
Seit 1990 blieb der Preis für die Verarbeitung der Milch etwa gleich
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: 1950 kostete die Verarbeitung der Milch etwa neun Rappen – bei einem Produzentenpreis von 39 Rappen. Heute macht die Marge mit 78 Rappen pro Liter mehr als die Hälfte aus.
Für die Lage auf dem Milchmarkt ist die gesamte Branche verantwortlich
Unser Gastautor beschreibt die Funktionsweise der Branchenorganisation Milch. Deren Vorstand wird demnächst wieder gefordert sein, es geht um eine mögliche Richtpreiserhöhung.