Thema: Gentechnik

Die Schweizer Landwirtschaft bleibt bis 2025 gentechfrei, aber Ausnahmen sind in Arbeit
Die Verlängerung des Gentech-Moratoriums findet breite Zustimmung. Der Plan, neue gentechnische Züchtungsverfahren künftig «risikobasiert» zuzulassen, erntet aber Kritik. Vollständig zufrieden zeigt sich der Schweizer Bauernverband.
Wer steuert die Zukunft unserer Agrarwirtschaft?
Unser Autor ist der Meinung, dass Pflanzenzüchtung und Sortenentwicklung wieder vermehrt in die Hände der Landwirtschaft gehören.
Der Nationalrat stimmt beim Gentech-Moratorium für einen Kompromiss
Der Nationalrat folgt seiner Kommission und will neue gentechnische Verfahren unter bestimmten Bedingungen vom Moratorium ausnehmen. Ein besonnenes Vorgehen, lobt der Schweizer Bauernverband (SBV).
Nationalrat will neue Gentech-Methoden wie CRISPR/Cas in der Schweizer Landwirtschaft
Neue Gentech-Methoden wie die sogenannte Genschere (CRISPR/Cas) sollen in der Schweizer Landwirtschaft zugelassen werden. Das beschloss der Nationalrat mit 112 zu 74 Stimmen auf Antrag seiner Wissenschafts-Kommission. Damit wird das seit 2005 alle vier Jahre verlängerte Gentech-Moratorium aufgeweicht.
«Während die Chancen schon gelobt werden, sind die Risiken noch nicht geklärt»
Pro Natura warnt anlässlich der bevorstehenden Debatte im Nationalrat vor der Ausnahme neuer Züchtungsverfahren vom Gentech-Moratorium. Es sei zwingend notwendig, neue Sorten nicht nur auf ihre Chancen, sondern auch auf ihre Risiken hin zu überprüfen.
Der Verein «Sorten für morgen» begrüsst fünf neue namhafte Mitglieder
Die Zulassung von über neuartige Züchtungsverfahren entstandene Pflanzen soll «sachgerecht» geregelt werden. Dieser Forderung schliessen sich fünf weitere Organisationen aus der Saatgut-, Getreide- und Futtermittelbranche an.
Bei der Gentechnik-Frage gehe es auch um Haftung
Uniterre sieht die Bestrebungen für eine Ausnahme aus dem Gentech-Moratorium kritisch. Zu viele Fragen seien noch offen und man fürchtet um Wahlfreiheit, Qualität und Sicherheit.
Nationalratskommission will Genom-Editing vom Moratorium ausnehmen
Die WBK-N gibt dem Bundesrat den Auftrag, bis 2024 auszuarbeiten, wie neue Züchtungsmethoden wie Genom-Editing vom Gentech-Moratorium ausgenommen werden können. Der Schweizer Bauernverband sieht einen Konsens nahen, VKMB und Bio Suisse üben scharfe Kritik.
«Genom-Editing ist längst nicht so präzise wie behauptet»
ETH-Forscherin Angelika Hilbeck fordert, dass die «neue» Gentechnik strenger reguliert wird als die bisherige. Roland Peter von Agroscope findet, die Forschung müsse deblockiert werden, um das Potenzial nutzen zu können.
Genom-Editierung soll vom Gentech-Moratorium ausgenommen werden
Mit dem Stichentscheid des Ständeratspräsidenten wurde ein entsprechender Ausnahmeartikel für das Gentech-Moratorium angenommen. Es gibt aber eine klare Bedingung und noch steht das Votum der grossen Kammer aus.