Thema: Gentechnik

Keine Sonderbehandlung der neuen Gentechnologie gegenüber GVO
Unser Gastautor Ruedi Vögele ist der Meinung, dass die neue Gentechnik in der Pflanzenzüchtung kommen darf, unter der Voraussetzung, dass die Transparenz für den Konsumenten garantiert ist und für die Biolandwirtschaft die uneingeschränkte Produktion von gentechfreien Bioprodukten gewährleistet bleibt.
Bundesrat genehmigt den Bericht zur Regulierung der neuen Gentechnik-Verfahren
Neue gentechnische Verfahren, zum Beispiel Crispr/Cas, sollen im Gesetz speziell geregelt und nicht generell als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) behandelt werden. Der Bericht dazu erntet Zustimmung, aber auch Kritik.
Ständerat will Moratoriums-Ausnahme für gentechnisch veränderte Organismen GVO
Der Ständerat will gentechnisch veränderte Organismen GVO von der Verlängerung des Gentech-Moratoriums bis Ende 2025 ausklammern. Der Entscheid fiel bei 21 zu 21 Stimmen mit dem Stichentscheid des Ständeratspräsidenten äusserst knapp. Das Geschäft geht nun zurück an den Nationalrat, der eine Ausnahme für die Genom-Editierung noch im September 2022 sehr klar abgelehnt hatte.
«Risikoforschung ist bei der Crispr/Cas-Methode nötig»
Gemäss Pflanzenzuchtfachfrau Eva Gelinsky ist Crispr/Cas nicht unbedenklich. Diese neue Methoden könne unvorhersehbare und nicht kontrollierbare Auswirkungen auf das Erbgut haben.
Ethikkommission fordert Verkleinerung des Schweizer Tierbestands und mehr Ackerbau direkt für den Menschen
Aus ethischer Sicht sei das Ziel zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft unzureichend, findet die Ethikkommission. In neuen gentechnischen Verfahren sieht sie hierbei kein Potenzial. Der Verein «Sorten für morgen» und der SBV zeigen sich über das Communiqué erstaunt.
Die Forschung wird vom Gentechnikgesetz ausgebremst
Patente schaffen normalerweise Transparenz über Erfindungen und geben der Forschung die Möglichkeit, diese weiterzuentwickeln. Das Gentechnikgesetz drängt allerdings Erfinder dazu, ihr Wissen doch geheim zu halten.
Neuen Züchtungsmethoden nicht mit Angst, sondern mit Respekt begegnen
Gentechnologie und Pflanzenbiotechnologie sind in den letzten Jahren so nahe zusammengewachsen, dass eine klare Unterscheidung nicht mehr so einfach ist. Das Risiko von neuen Pflanzensorten sollte allerdings nicht aufgrund der Züchtungsmethode, sondern anhand derer Eigenschaften beurteilt werden, meint Bruno Studer, Professor für Molekulare Pflanzenzüchtung an der ETH Zürich.
Laka fordert mehr Herdenschutz-Unterstützung und keine zu enge Gentech-Regelung
Das Verordnungspaket 2022 habe einige gute Punkte, so das Fazit der Laka. Sie fasst aber bei der Wolf-Problematik sowie dem Schutz gefährdeter Rassen nach und legt ihren Standpunkt zu neuen Züchtungsmethoden dar.
Ist Crispr/Cas gekommen, um zu bleiben?
Unter Pflanzenzüchtern ist man zuversichtlich, Crispr/Cas wird sich durchsetzen. Auch die Gesellschaft ist gegenüber den neuen Methoden der Pflanzenzüchtung offener als man vermuten würde.
Wie weiter mit neuen Züchtungsmethoden?
Wie soll die Schweiz mit neuen Züchtungsverfahren für Pflanzen vorgehen? Der Nationalrat will diese im Gegensatz zum Ständerat nicht vom Gentech-Moratorium ausnehmen. Aber er beauftragt den Bundesrat damit, bis Mitte 2024 eine Vorlage auszuarbeiten, um nicht-transgene Pflanzen vom Moratorium auszunehmen, sofern sie einen Mehrwert bieten.