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Sommermastitis: Gefahr für Galtkühe und Jungrinder

Der Umweltkeim Trueperella pyogenes, auch bekannt als Sommermastitis, sorgt insbesondere bei Jungrindern und Galtkühen für schmerzhafte Euterentzündungen und kann wirtschaftliche Schäden verursachen.

Trueperella pyogenes (T. pyogenes) ist ein Umweltkeim, der auch unter dem Namen «Sommermastitis» oder «Fliegenviertel» bekannt ist. Es handelt sich um eine Form der Mastitis, die vor allem in den Sommermonaten und häufig in Höhelagen ab 600 bis 700 m ü. M. vorkommt und überwiegend bei Jungrindern oder Galtkühen beobachtet wird.

Die Infektion beginnt meist mit kleinen Verletzungen an Zitzen oder Euterhaut. Wundflüssigkeit zieht Fliegen an, die den Erreger übertragen. Dringt das Bakterium ein, entwickelt sich eine schmerzhafte Euterentzündung, die rasch zu Abszessen mit eitrigem und übel riechendem Sekret führt. Wird die Infektion nicht bereits sehr früh erkannt, sind die Chancen auf vollständige Genesung sehr gering. Oftmals wird das betroffene Viertel zerstört und die Milchproduktion kann nicht wiederhergestellt werden.

T. pyogenes tritt häufig in Mischinfektionen auf, was den Krankheitsverlauf zusätzlich verschlimmern kann. Die Heilungsrate bleibt trotz Behandlung gering und betroffene Tiere müssen oftmals ausgemerzt werden. Dies bedeutet neben der fehlenden Milchproduktion einen zusätzlichen wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe.

Da die Übertragungswege noch nicht vollständig geklärt sind, kommt der Prävention besondere Bedeutung zu: gute Weidehygiene, Fliegenkontrolle, sorgfältige Beobachtung der Jungrinder und Galtkühe sowie das früh-zeitige Erkennen erster Symptome. Nur so lässt sich verhindern, dass ein Viertel dauerhaft verloren geht.