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Neue Seuchen-Meldungen bei Nutztieren von 1. September bis 31. Oktober 2019

Seit September 2019 gab es 6 neue BVD-Fälle. Mitte November 2019 sind 32 Betriebe wegen BVD gesperrt. Weitere 216 Betriebe haben noch einzelne gesperrte trächtige Tiere im Bestand.

BVD-Sanierung

Von 2008 bis 2012 wurde BVD intensiv bekämpft. In einem ersten Schritt wurden alle Rinder der Schweiz untersucht. Anschliessend wurde während vier Jahren jedes neugeborene Kalb mittels Ohrstanz-Proben getestet und jedes persistent infizierte Tier (PI-Tier) ausgemerzt. So konnte die Anzahl neugeborener PI-Tiere von 1,4 Prozent auf 0,02 Prozent gesenkt werden.

Die Überwachung der BVD-freien Betriebe geschieht seit 2012 hauptsächlich mittels der Untersuchung von Tankmilch- und Blutproben auf das Vorhandensein von Abwehrstoffen, sogenannten Antikörpern. In Spezialbetrieben wird jedes neugeborene Kalb auf BVD-Antigen (BVD-Virus) untersucht.

Wenn man keine Antikörper findet, dann heisst das, dass im Betrieb kein Virus zirkuliert ist. Der Betrieb ist frei von BVD. Im Spezialbetrieb wird die Viruszirkulation durch das positiv getestete Kalb entdeckt. Werden die Kälber negativ getestet, ist dieser Betrieb ebenfalls frei von BVD.