Wolf reisst Schaf trotz Herdenschutzmassnahmen

Am Freitag ist im Gebiet Grusegg in Walzenhausen (Appenzell Ausserrhoden) ein Schaf durch einen Wolf gerissen worden - trotz fachgerechter Einzäunung. Nach dem Vorfall wurden die Tierhaltenden der Region durch die kantonale Fachstelle Herdenschutz informiert.

Am Freitag, 13. Mai 2022, stellte die Appenzell Ausserrhoder Wildhut einen Wolfsriss in Walzenhausen fest.

«Das gerissene Schaf auf der Weide in Grusegg in Walzenhausen war durch eine sachgerechte Einzäunung mit einem elektrischen Flexinetz geschützt», teilt der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit. Die erforderlichen Herdenschutzmassnahmen seien somit erfüllt gewesen. Die Wildhut hat am gerissenen Schaf DNA-Proben entnommen. Die Analysen stehen noch aus.

Nachts wenn möglich einstallen

Die Ausserrhoder Tierhalter wurden mit einem SMS-Alarm über die Wolfspräsenz informiert. Auf eine sachgerechte Zaunführung in Schaf- und Ziegenweiden sei grossen Wert zu legen. Wenn möglich, sollten die Schafe und Ziegen nachts eingestallt werden, heisst es.

Einzelwölfe immer möglich

Im Jahr 2022 erfolgte bereits eine erste Wolfsichtung Ende April im Raum Alpstein. Mit einzelnen durchziehenden Wölfen sei in der Ostschweiz und im Appenzellerland jederzeit zu rechnen, warnt der Kanton in seiner Mitteilung.

Weiterlesen