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Schweinepest: Mit Sachverstand und Hygiene gegen Verunsicherung

Die ASP sorgt in Europa für Verunsicherung. Hygiene bleibt wichtig.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich auf der ganzen Welt aus. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit festgestellt hat, hat sich die Krankheit 2018 stark verbreitet. Seit 2016 wurde die ASP unter anderem in China, teilen von Russland, aber auch in Tschechien und Belgien festgestellt. Damit steigt auch das Ansteckungsrisiko für Schweizer Bestände.

ASP verbreitet sich leicht über weggeworfene Fleischreste

Die Ausgangslage war Grund genug für die Vereinigung der Schweizer Futtermittelfabrikanten (VSF), Hans Wyss als Referent zur Generalversammlung einzuladen. Wyss ist Direktor vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und ist damit an vorderster Front bei der Seuchenbekämpfung. Im Gegensatz zur Maul- und Klauenseuche (MLS), dessen Virus sich auch über die Luft verbreite, kann sich die ASP nicht über die Luft verbreiten.

Die ASP kann jedoch relativ leicht über weggeworfene Fleischreste übertragen werden, wenn diese infiziert sind. Deshalb stellt der Mensch ein erhebliches Risiko dar, wenn es darum geht, die ASP in ein neues Gebiet einzuschleppen. Man vermutet, dass auf diesem Weg die Krankheit nach Belgien gekommen ist.

"Der Bestand kann mit Hygiene geschützt werden."

Hans Wyss, BLV-Direktor zu ASP-Prävention

Müller folgt auf Eberle

Der Luzerner Ständerat Damian Müller ist neuer Präsident der Vereinigung der Schweizer Futtermittelfabrikanten. Er folgt auf den Thurgauer Ständerat Roland Eberle. Neu in den VSF-Vorstand gewählt wurden ausserdem Konrad Blaser aus Oey-Diemtigen BE (Mühle Burgholz), Christian Rytz aus Biberen BE (Mühle Rytz) sowie Andreas Fischer aus Lucens VD (Granovit). Sie folgen auf Jocelyn Bussy, Niklaus Hofer und Peter Rytz, die mit einem Geschenk verabschiedet wurden.

Jeweils nur zehn Prozent der Herde betroffen

Bei der ASP würden nicht ganze Herden erkranken, sondern lediglich etwa 10 Prozent der Tiere, die später verenden, wie Wyss erklärte. In Osteuropa und auch in Belgien habe man die Wälder mit kranken Wildschweinen grossräumig eingegrenzt, um so die Seuche erfolgreich auszurotten. "Der umsichtige Schweinehalter kann seinen Bestand mit entsprechenden Hygienemassnahmen durchaus schützen, das ist das Wichtigste", hob Hans Wyss hervor. Mit strikter Hygiene hätten die Schweizer Tierhalter bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Zudem gebe es in Europa unter den Veterinär-Ämtern eine sehr gute Zusammenarbeit betreffend Vorwarnung und Bekämpfungsmassnahmen.